Nach Corona-Infektionen

Wentorfer Seniorenheim ist nun geschlossen

Zwölf der Bewohner der Wentorfer Senioreneinrichtung hatten sich mit dem Coronavirus infiziert, drei starben.

Zwölf der Bewohner der Wentorfer Senioreneinrichtung hatten sich mit dem Coronavirus infiziert, drei starben.

Foto: christoph leimig / Christoph Leimig

Der Kreis hatte nach Ausbruch des Coronavirus den Betrieb übernommen. Nun gibt es Streit um die Kosten.

Wentorf. „Alle Bewohner des Wentorfer Seniorensitzes wurden auf umliegende Heime in der Region verteilt“, erklärt der stellvertretende Pressesprecher des Kreises Herzogtum Lauenburg, Karsten Steffen. Das Heim ist nun geschlossen und somit kann sich die Wohn- und Pflegeaufsicht des Kreises seit dieser Woche aus der kommissarischen Einrichtungsleitung zurückziehen.

Der Kreis Herzogtum Lauenburg musste wie berichtet in einem absoluten Ausnahmefall hier einspringen, nachdem der Betreiber nicht mehr in der Lage gewesen war, die Bewohner zu versorgen. Im März war dort das Coronavirus ausgebrochen, zwölf der 22 Bewohner hatten sich mit dem Coronavirus infiziert, drei Senioren verstarben.

Der Kreis Herzogtum Lauenburg war in Vorkasse gegangen, um die Kosten für die Notbetreuung zu decken. Angefallen waren Kosten für den externen Pflegedienst, für Catering- und Reinigungsfirmen. Die genaue Summe, nach Abzug der Einnahmen durch die Pflegekassen, muss noch beziffert werden, so Steffen. Dieser Betrag wird der Heimleitung in Rechnung gestellt. „Diesbezüglich befinden wir uns in einer juristischen Auseinandersetzung mit dem Betreiber“, erklärt Steffen.