Neue Ergebnisse

Coronatests: Hoffnung in Wentorfer Seniorenresidenz

Aufnahme aus einem Seniorenheim in Böblingen bei Stuttgart.

Aufnahme aus einem Seniorenheim in Böblingen bei Stuttgart.

Foto: Tom Weller / dpa

Zwölf von 15 Bewohner des Heims wurden negativ auf das Coronavirus getestet. Weiterer Test soll zeigen, ob die Senioren genesen sind.

Wentorf. Nachdem das Coronavirus sich in der Wentorfer Seniorenresidenz Am Sachsenwald ausgebreitet hat, liegen am Mittwoch neue Testergebnisse vor, die eine positive Entwicklung erhoffen lassen. Von den 15 noch im Heim lebenden Senioren sind demnach drei weiterhin erkrankt, zwölf Tests fielen negativ aus, so berichtet der Sprecher des Kreises Herzogtum-Lauenburg Tobias Frohnert.

„Die Testergebnisse sind aber mit Vorsicht zu genießen. Wir müssen den Zweittest abwarten, der nun beauftragt wird“, erklärt er. So soll ausgeschlossen werden, dass die negativ getesteten Personen das Virus noch in sich tragen. Fällt auch der zweite Test positiv aus, gelten die zwölf Senioren als genesen. Im Gegensatz zu den ersten Testergebnissen, die in der vergangenen Woche vorlagen, würde das eine positive Entwicklung bedeuten. Da war nur einer der Tests negativ ausgefallen, fünf Ergebnisse standen aus, die restlichen Senioren waren positiv auf das Virus getestet worden.

Vier Bewohner im Krankenhaus

Das Coronavirus hält die Einrichtung am Bergedorfer Weg also weiterhin in Atem. Drei an Covid-19 Erkrankte verstarben Anfang vergangener Woche. Aktuell werden vier Bewohner im Krankenhaus behandelt. Zuletzt musste eine Seniorin in dieser Woche eingeliefert werden. „Ihr geht es aber bereits wieder gut, die Entlassung steht an“, sagt Frohnert.

Die Einrichtung ist nach wie vor die einzige mit bestätigten Coronafällen im Herzogtum-Lauenburg, erklärt der Pressesprecher. Das Heim wird seit Mitte März kommissarisch durch den Landkreis geführt, nachdem das Pflegeheim nicht mehr in der Lage gewesen war, den Heimbetrieb aufrechtzuerhalten.

Notbetrieb sobald möglich eingestellt

Nach wie vor ist ein externer Pflegedienst zur Versorgung der Senioren im Einsatz. Ein Hausarzt untersucht die Bewohner täglich auf Symptome. Dadurch, dass nur noch 15 der ursprünglich 23 Senioren in Wentorf leben, werden auch nach und nach Doppelzimmer aufgelöst.

Die Leitung des Heims durch den Kreis hatte Tobias Frohnert als „absolute Ausnahme“ bezeichnet. Deshalb soll der Notbetrieb auch sobald möglich eingestellt werden. Nachweislich gesunde Senioren werden nach Absprache mit dem Gesundheitsamt verlegt. Frohnert stellt in Aussicht, der Kreis könnte die kommissarische Leitung womöglich noch in diesem Monat einstellen.