Quarantäne

Im Seniorenheim: 90-Jährige übersteht Infektion

Als die Diagnose der Bewohnerin bekannt wurde, rückte ein Team der Gesundheitsbehörde am Seniorenwohnsitz am Sachsenwald an.ARchivfoto: HamburgNews/Christoph Seemann

Als die Diagnose der Bewohnerin bekannt wurde, rückte ein Team der Gesundheitsbehörde am Seniorenwohnsitz am Sachsenwald an.ARchivfoto: HamburgNews/Christoph Seemann

Foto: HamburgNews Christoph Seemann

Seniorenwohnsitz am Sachsenwald: 20 Bewohner stehen jetzt unter Quarantäne. Infizierte ist auf dem Weg der Besserung.

Wentorf. Die 90 Jahre alte Bewohnerin des Seniorenwohnsitzes am Sachsenwald, bei der am vergangenen Dienstag das Coronavirus diagnostiziert worden war (wir berichteten), geht es wieder besser. „Sie ist mittlerweile auf dem Weg der Besserung“, sagte gestern Karsten Steffen, stellvertretender Sprecher des Kreises Herzogtum Lauenburg. Die Seniorin war am 22. März mit Fieber in ein Krankenhaus gebracht worden. Ob sie derzeit noch dort ist oder wo sie sich sonst aufhält, konnte der Sprecher nicht sagen.

Die übrigen 20 Bewohner des Seniorenheims haben zurzeit keine Symptome und leben in ihrer vertrauten Einrichtung in Quarantäne. „Der Kreis hat für sie einen externen Pflegedienst und eine externe Pflegeleitung organisiert“, berichtete Steffen. Auch das Reinigungspersonal und die Essensversorgung wird jetzt vom Kreis gemanagt.

Wo sie sich angesteckt hat, ist unbekannt

Bisher gebe es keine Erkenntnis darüber, wo sich die 90-Jährige angesteckt haben könnte. Auch wenn es in dem Seniorenheim ein Eintrittsverbot gab, sei es nicht ausgeschlossen, dass nicht doch ein Besucher ins Haus gekommen sei, sagte Steffen.

Aktuelle Zahlen der Coronafälle

Die aktuelle Zahl der Infizierten im Kreis beziffert er mit 85. Wobei er die Zahl nur unter Vorbehalt nannte, weil Erkrankte in Stormarner Krankenhäuser gebracht wurden. Daher konnte er Doppelnennungen nicht ausschließen. Die Landesregierung gab die Zahl der aktuellen Fälle für das Lauenburgische gestern noch mit 80 an, für den Nachbarkreis Stormarn wurden 120 Infizierte gemeldet.

Das nächstgelegene Krankenhaus, das St. Adolf-Stift in Reinbek im Kreis Stormarn, meldete gestern aktuell sieben positiv getestete Patienten auf den Isolierstationen. Einer der Patienten liegt auf der Intensivstation und wird beatmet, der Zustand der sechs anderen sei stabil. Fünf Patienten konnten bereits wieder in die häusliche Quarantäne entlassen werden.