Edeka Snijders

Neue Corona-Regeln im Wentorfer Edeka-Markt

Nils Thiele (l.) und Faycal Hamdi (r.) sorgen dafür, dass sich Wolfgang Snijders Kunden an die Regeln halten.

Nils Thiele (l.) und Faycal Hamdi (r.) sorgen dafür, dass sich Wolfgang Snijders Kunden an die Regeln halten.

Foto: stefanie rutke / BGDZ

Kunden dürfen nur noch mit Einkaufswagen in den Markt. Sicherheitspersonal sorgt für Abstand. Hamsterkäufe werden unterbunden.

Wentorf. Ein Virus stellt die Gesellschaft und das Miteinander vor neue Herausforderungen: Corona hat alle fest im Griff. Immer mehr Einschränkungen und Maßnahmen werden gefordert. Gleichzeitig wächst die Solidarität unter­einander, es werden immer neue Hilfsangebote gemacht.

Im Lebensmitteleinzelhandel müssen Unternehmer und Mitarbeiter sich täglich Situationen stellen, die es vor wenigen Tagen so noch nicht gab. Daher haben Daniela Snijders, Inhaberin des Edeka-Marktes in Wentorf, und ihr Mann Wolfgang die Konsequenz gezogen und strenge Regeln aufgestellt – zum Wohle aller.

Seit Freitag werden die Kunden bereits im Eingang von zwei freundlichen Security-Männern gebeten, den Laden nur mit Einkaufswagen zu betreten. Der Grund dafür ist ganz einfach: „Wer einen Wagen schiebt, ist gezwungen, Abstand zu halten“, erklärt Wolfgang Snijders. Schon am Donnerstag kamen vom Gesundheitsamt und der Edeka-Zentrale Empfehlungen, dass Kunden möglichst einen Meter Abstand voneinander halten sollen.

„Als wir gemerkt haben, dass es zunehmend zu Hamsterkäufen kommt, haben wir auf Facebook reagiert“, sagt der Unternehmer. Er hat sich darin aber nicht über die Kunden beschwert, sondern sich bei Kunden und Mitarbeitern bedankt. Die Resonanz sei überwältigend gewesen. „In eineinhalb Tagen haben wir 600 Likes dafür erhalten“, freut er sich. Die Wertschätzung seitens der Kunden für diejenigen, die dafür sorgen, dass täglich Lebensmittel in den Regalen stehen, steige.

Außerdem meldeten sich Kunden per Facebook oder E-Mail, um Einkaufshilfe für ältere Mitbürger oder Nachbarn anzubieten. „Wer sich mit diesem Anliegen bei uns meldet, darf natürlich entsprechende Mengen kaufen“, sagt Snijders. Im Interesse aller Kunden achte er darauf, dass wirklich nur haushaltsübliche Mengen gekauft werden.

Ein krasses Negativbeispiel sei eine Kundin gewesen, die 30 Kilo Mehl kaufen wollte. Als sie an der Kasse auf den Hinweis, dies sei nicht möglich, aggressiv wurde, habe der Hausherr sie resolut hinaus komplementiert – ohne Ware und unter dem Applaus der Kunden. „Die leeren Regale sind ein hausgemachtes Konsumentenproblem“, sagt er. Es sei genug da. Nur wenn alle über den Bedarf einkaufen, könne nicht ausreichend nachgeordert werden.