Neue Technik

Der Wentorfer Bühne geht ein Licht auf - und sie spart

Doris Martin und Wolfgang Snijders verabschieden sich von den alten Scheinwerfern und freuen sich auf die erste Aufführung mit dem neuen digitalen Mischpult.

Doris Martin und Wolfgang Snijders verabschieden sich von den alten Scheinwerfern und freuen sich auf die erste Aufführung mit dem neuen digitalen Mischpult.

Foto: Imke Kuhlmann / BGZ

Die Wentorfer Bühne spart durch die Umstellung ihrer veralteten Technik 70 Prozent Strom. Generell setzt der Verein auf Umweltschutz.

Wentorf. Das Amateurtheater Wentorfer Bühne wurde vor 40 Jahren gegründet. Genauso alt sind der Fundus und die Technik. In letzter Zeit gab es damit zunehmend Probleme. „Wenn ein Kabel in der Probe defekt ist, können wir es reparieren, in der Vorstellung geht dann das Licht aus“, erklärt Wolfgang Snijders, erster Vorsitzende des Vereins.

Doch nicht nur technische Gründe haben zu der Entscheidung geführt, ein neues Equipment anzuschaffen. Die LED-Scheinwerfer, ergänzt um ein digitales Mischpult und Schaltverteiler, die für die perfekte Verbindung der Geräte sorgen, sparen rund 70 Prozent Stromkosten. Da das Theater seine Bühne in der Aula der Gemeinschaftsschule hat, ist das damit eine Kostenersparnis für die Gemeinde Wentorf.

Verein spart zehn Jahre für die neue Technik

Darüber hinaus wird das Publikum in den Genuss einer deutlich besseren Ausleuchtung kommen. Nicht nur, dass eine breitere Farbvielfalt gegeben sein wird, mit einem Verfolger können die Akteure besonders in Szene gesetzt werden. Mit dem neu angeschafften Stroboskop können Lichtblitze erzeugt werden, die Situationen dramatischer werden lassen. „Die Künstler müssen jetzt perfekt geschminkt sein, mit der neuen Beleuchtung sieht man alles“, sagt die zweite Vorsitzende der Wentorfer Bühne, Doris Martin.

Rund 5000 Euro hat die Theatergruppe für die neue Technik auf den bezahlen müssen. „Wir haben zehn Jahre dafür gespart“, sagt Wolfgang Snijders. 20 Mitglieder hat der Verein, davon 14 aktive. 36 Euro kostet der Mitgliedsbeitrag pro Jahr. Zusätzliche Einnahmen generieren die engagierten Laienschauspieler aus Spenden und mit dem Getränkeausschank während der Pausen.

Neues Stück im Mai

Aktuell ist das Ensemble in den Proben für das Stück „Wer krank ist, muss kerngesund sein“ von Uschi Schilling. Regie führt Daniela Snijders. Premiere wird am 29. Mai um 20 Uhr in der Aula der Gemeinschaftsschule (Achtern Höben 3) sein. Weitere Aufführungen sind am 30. Mai um 20 Uhr und am 31. Mai um 18 Uhr (der Vorverkaufsstart wird unter www.wentorfer-buehne.de bekannt gegeben). In dem Stück geht es in einer Klinik drunter und drüber. Für die Zuschauer soll es ein gutes Training der Lachmuskeln werden.

Eine Woche vor Premieren schleppt das Team die Ausrüstung bestehend aus Bühnenbild, Kostümen und Technik aus dem Lager in Kröppelshagen in die Schule. Den Laienschauspielern bleibt nur wenig Zeit für Technikproben. Da wird es sich bewähren, dass nun alle Einstellungen digital erfolgen können und nicht – wie bislang – per Hand angepasst werden müssen. Nahezu 300 Aufführungen hat es seit der Gründung des Vereins gegeben. Das nächste Stück feiert im Mai Prämiere.

Keine Pappbecher mehr

Der Verein hat sich Umweltschutz auf die Fahne geschrieben: Bei den kommenden Aufführungen sollen Getränke in Gläsern und Bechern ausgeschenkt und auf Pappbecher verzichtet werden. Und es wird nur noch fairer Kaffee ausgeschenkt. „Wir sind jetzt für die Zukunft gut aufgestellt“, resümiert Wolfgang Snijders.