Sanierungsstau

Wentorf startet Ausbau von drei Straßen

Der Bergedorfer Weg (Foto) und der Hochweg sollen ausgebaut, die Regenwasserkanäle erneuert werden. Für die Reinhardtallee steht bereits die Ausschreibung an.

Der Bergedorfer Weg (Foto) und der Hochweg sollen ausgebaut, die Regenwasserkanäle erneuert werden. Für die Reinhardtallee steht bereits die Ausschreibung an.

Foto: Susanne Tamm

Gleich drei Straßenausbau-Projekte will die Gemeinde Wentorf 2020 in Angriff nehmen – und eine Verkehrsberuhigung.

Wentorf. Den Straßenausbau hat die Gemeinde lange schleifen lassen. Hintergrund war ein jahrelanger Streit um die Straßenbaubeiträge, der 2013 bis vor das Bundesverfassungsgericht ging. Schließlich wurden die Beiträge, mit denen die Anwohner am Ausbau ihrer Straße beteiligt werden, abgeschafft, als die Landesregierung in Kiel das Gesetz änderte: Seit Beginn 2019 ist es den Kommunen freigestellt, ob sie eine Straßenbaubeitragssatzung erlassen.

Daher hat Wentorf jetzt einiges aufzuholen: Am Donnerstag, 9. Januar, wollen die Politiker des Liegenschaftsausschusses über den Ausbau des Hochweges beraten. Allein für die Planung des Straßenausbaus hat die Politik 85.000 Euro im Haushalt bereitstellen lassen, für die Planung eines neuen Regenwasserkanals 65.000 Euro. Die beauftragte Planerin will der Politik nun am 9. Januar von 19 Uhr an im Rathaus, Hauptstraße 16, zwei mögliche Varianten vorstellen.

Bergedorfer Weg wird auch ausgebaut

Während die Straße in der ersten Variante auf eine Breite von fünf bis 5,50 Meter ausgebaut werden soll, würde die Fahrbahn in der zweiten Variante hinter der Einbahnstraße bis zur Einmündung Am Redder noch zwei Meter breiter ausgebaut. Allerdings soll die Fahrbahn dann mit Grünflächen stellenweise wieder auf 4,5 bis fünf Meter verengt werden. Zusätzlich sind Parkflächen eingeplant.

Bei beiden Varianten soll die Fahrbahn mit grauem Betonrechteckpflaster befestigt werden. Die zweite Variante wäre um etwa 50.000 Euro teurer, außerdem müssten auch die Grünflächen gepflegt werden. Nach dem Beschluss am Donnerstag geht die ausgewählte Variante in die Feinplanung. Dann müssen die Aufträge ausgeschrieben werden. Bürgermeister Dirk Petersen setzt aber darauf, dass noch 2020 Baustart ist.

Der Hochweg ist nicht die einzige Straße, die die Gemeinde erneuern will. Wie berichtet, steht auch die Sanierung des Bergedorfer Weges an. Hier muss nicht nur die Fahrbahn angefasst werden, sondern auch der Regenwasserkanal. Zudem soll die Straße einen befestigten Fußweg erhalten. Ein erstes Konzept, das die Fällung von 48 alten Linden vorgesehen hatte, rief eine Bürgerinitiative auf den Plan. „Der erste Vorschlag wurde harsch kritisiert. Er sollte jedoch nur als Diskussionsgrundlage dienen“, sagt Bürgermeister Dirk Petersen.

Im März ist Baustart auf der Reinhardtallee

Die Politiker wiesen den Vorschlag daraufhin zurück und schoben stattdessen ein Baumgutachten und eine Bürgerbeteiligung an. Nun steht zunächst das Gutachten aus. Der Wegeausbau soll dieses Jahr gemeinsam mit den Anwohnern geplant werden.

„Als nächstes steht die Sanierung der Reinhardtallee an“, sagt Dirk Petersen. Auch diese Straße erhält eine neue Fahrbahndecke, und die Regenentwässerung wird erneuert. Die Planungen sind hier bereits fortgeschritten. Die Ausschreibung soll noch im Januar erfolgen, damit es im März losgehen kann.

FlexPins sollen den Verkehr beruhigen

Für die Straße Tubben beraten die Politiker am Donnerstag über die Installation sogenannter FlexPins. Das sind reflektierende Kippzylinder, die durch ein Gelenk am Zylinderfuß gefahrlos angefahren oder überrollt werden können. Sie richten sich danach wieder auf und dienen der Verkehrsberuhigung.