Naturbad

Nach Gewalttaten: Tonteichbad setzt Sicherheitsdienst ein

In der vergangenen Woche kam es am Tonteichbad in Wohltorf zu gewaltsamen Übergriffen.

In der vergangenen Woche kam es am Tonteichbad in Wohltorf zu gewaltsamen Übergriffen.

Foto: Klotz / BGZ

Wohltorf. Schlimme Gewaltszenen ereigneten sich am sonst friedlichen Tonteichbad. Die Betreiber reagieren mit Sicherheitsdienst.

Wohltorf.  Die „vermeintlich heile Tonteichwelt“ ist aus den Fugen geraten: Zwei Gewalttaten Ende vergangener Woche sind Auslöser dafür, dass die Tonteichbadbetreiber von sofort einen Sicherheitsdienst in dem beliebten Wohltorfer Naturbad einsetzen, wie Vereinsvorsitzender Bernd Wyrwinski auf Anfrage dieser Zeitung erläutert.

So sei es am Donnerstag gegen 17 Uhr zu versuchten Übergriffen auf eine Jugendliche gekommen. Der Bruder des Mädchens habe helfen wollen und sei daraufhin von den zwei alkoholisierten erwachsenen Angreifern zusammengeschlagen worden. Die Männer seien danach aus dem Bad geflüchtet.

„Mitarbeiter haben sich falsch verhalten“

Am Freitag der nächste Vorfall: Eine Gruppe Jugendlicher habe am späten Nachmittag in großen Mengen Alkohol konsumiert, Müll hinterlassen und sanitäre Räume verschmutzt. Zudem hätten die auffälligen Badbesucher eine weitere Gruppe Jugendlicher auf ihrem Heimweg abgefangen und diese brutal zugerichtet. „Unsere Mitarbeiter haben sich leider nicht richtig verhalten und die vorgesehenen Schritte nicht eingeleitet“, bedauert Wyrwinski. „Ich mache das jetzt zehn Jahre, aber so etwas ist hier noch nie passiert“, sagt er.

Sicherheitsdienst und Alkoholverbot

Um weitere derartige Vorfälle zu verhindern und „Ruhe einkehren“ zu lassen, wird von heute an täglich ein Hamburger Sicherheitsdienst mit einer Kraft von 12 bis 20 Uhr im Einsatz sein. Kosten: gut 7000 Euro monatlich. Das Mitbringen von alkoholischen Getränken gehöre im Tonteichbad zudem der Vergangenheit an. Ein entsprechendes Hinweisschild solle folgen. Taschen- und Rucksackkontrollen sollen im Zweifelsfall für mehr Sicherheit sorgen.

Die Kripo Reinbek konnte am Montag bis Redaktionsschluss keine Auskunft zu Tathintergründen geben.