Wehr repariert

Im Mühlenteich steigt das Wasser

Foto: Stephanie Rutke

Aumühle. Nachdem das Wehr repariert wurde, soll sich der Teich jetzt wieder füllen – Die Höhe ist noch ungewiss.

Aumühle.  Gregor von Bismarck hat den Aumühlern einen Wunsch erfüllt: Die Schwarze Au wird wieder zum Mühlenteich aufgestaut. Statt auf Schlamm blicken Wanderer und Gäste nun wieder auf glitzerndes Wasser. Genau das hatten sich die Fans des Gewässers gewünscht, hartnäckig für ihren Mühlenteich gekämpft. Immer wieder hatten sie die Bedeutung des Kleinods für den Tourismus hervorgehoben, denn ein Mühlenteich ohne Wasser – langfristig unvorstellbar.

Doch genau das drohte der Gemeinde Aumühle, nachdem das Sturmtief „Burglind“ dem Mühlenwehr im Januar so stark zugesetzt hatte, dass es geöffnet bleiben musste. Folge: Der Mühlenteich lief leer, die Brücke darüber war monatelang gesperrt. Laut hatte Maximilan von Bismarck darüber nachgedacht, das vor rund 800 Jahren vergebene Staurecht aufzugeben. Mittlerweile ist er wieder mit im Boot – und das nicht nur sprichwörtlich: Neffe Gregor von Bismarck stellte jüngst Überlegungen an, dass auf dem Teich bald wieder Boote fahren könnten. Das allerdings wird noch auf sich warten lassen.

Der Mühlenteich hat noch nicht seinen einstigen Wasserstand erreicht. „Aufgrund der langen Trockenheit führt die Schwarze Au aktuell wenig Wasser“, erklärt Karsten Steffen, Pressesprecher des Kreises Herzogtum-Lauenburg. Dementsprechend lange dauert es, bis der Mühlenteich wieder vollständig aufgestaut ist. Die genaue Stauhöhe stehe noch nicht fest. Hinzu kommt die Frage, wer für eine Entschlammung die Kosten tragen würde. Ein Mitarbeiter des Fachdienstes Wasserwirtschaft war vor Ort, stellt nun Berechnungen zur Stauhöhe an. Die hängt wesentlich von der Statik des Wehres ab, das Gregor von Bismarck erneuern ließ.

Fürst Bismarck Mühle: Pächterin froh über Aufstauung

Kathrin Mallonn, Pächterin der Fürst Bismarck Mühle, freut sich, dass der Mühlenteich aufgestaut wird. Die vergangenen Monate, besonders als die Brücke gesperrt war, musste sie erhebliche Umsatzeinbußen hinnehmen. Einige Gäste sagten Veranstaltungen ab: „Besonders die Laufkundschaft fehlte, weil man von uns aus nicht mehr in den Sachsenwald kam“, sagt sie.

Zu der Frage, wie sich der Stau der Schwarzen Au zum Mühlenteich auf die Natur auswirkt, wollte sich der Kreis Herzogtum-Lauenburg gestern nicht detailiert äußern. Das Schilf werde überleben; und die Fische, die es bislang dort gegeben habe, würden sich wieder vermehren, hieß es dazu nur.