Waldbrandgefahr

Feuer im Gewächshaus am Fersenweg schnell unter Kontrolle

Die Feuerwehr löscht am Gewächshaus eines Gartenbaubetriebs am Fersenweg, wo ein Brand deutliche Spuren hinterlassen hat.

Die Feuerwehr löscht am Gewächshaus eines Gartenbaubetriebs am Fersenweg, wo ein Brand deutliche Spuren hinterlassen hat.

Foto: NEWS & ART

Behörde warnt vor erhöhter Waldbrandgefahr am Wochenende. Gasbrenner als große Gefahrenquelle.

Kirchwerder. Die Rauchsäule, die am Freitagnachmittag über Kirchwerder aufstieg, war schon von Weitem zu sehen. Bei einem Gartenbaubetrieb am Fersenweg brannte es in und vor einem Gewächshaus. Die Rauchentwicklung, die durch das Feuer entstand, war enorm. Doch die Flammen hatten die Einsatzkräfte aber schnell unter Kontrolle. Zur Brandursache konnten Freitag noch keine näheren Angaben gemacht werden. Die enorme Wärme könnte eine mögliche Ursache gewesen sein.

Selbst Gewitterregen würde Gefahr nicht langfristig eindämmen

Da das Feuer zunächst als „Vegetationsbrand“ gemeldet wurde, eilten gleich drei Freiwillige Feuerwehren aus den Vierlanden zum Einsatzort, ebenso die Berufsfeuerwehren Bergedorf und Süderelbe. Die meisten von ihnen konnten aber schnell wieder abrücken, weil ihre Kameraden bereits ganze Arbeit geleistet hatten.

Allerdings gilt im Umgang mit Feuer nun noch größere Vorsicht: An diesem Wochenende besteht eine erhöhte Waldbrandgefahr in Hamburg. Besonders betroffen sind trockene Wiesen, Heideflächen und grasreiche Waldgebiete. Selbst eine Verbesserung der Gefahrenlage ist nicht in Sicht. Auch Gewitterregen und kurzzeitige Niederschläge werden allenfalls vorübergehend Entspannung bringen, warnt die Behörde für Umwelt, Energie, Klima und Agrarwirtschaft als Oberste Forstbehörde. Sie bittet daher eindringlich darum, in den gefährdeten Gebieten kein Feuer anzuzünden, nicht zu grillen, nicht zu rauchen oder glimmende Zigarettenstummel wegzuwerfen.

Gasbrenner als große Gefahrenquelle

Ebenso weist die Behörde darauf hin, dass beispielsweise heiß gelaufene Katalysatoren von Autos ausgetrocknetes Gras entzünden können. Auch durch Glasscherben oder Lupen können bei starker Sonnenstrahlung und trockenem Boden Brandherde entstehen. Auch Gasbrenner, mit denen Unkraut in den Fugen von Gehwegplatten weggebrannt werden soll, sind zu einer echten Gefahrenquelle geworden: Während das Unkraut vor sich hin schmort, springen Funken auf eine Hecke über. Gerade im Sommer, wenn die Sträucher ausgetrocknet sind, stehen sie dann schnell komplett in Flammen.

Erst vor knapp zwei Wochen wurde ein Reetdachhaus im Kreis Rendsburg-Eckernförde bis auf die Grundmauern zerstört, als ein Gärtner Unkraut abbrennen wollte und die Funken außer Kontrolle gerieten. Bei einem Gras- oder Waldbrand sollte unverzüglich die Feuerwehr alarmiert werden. Infos vom Deutschen Wetterdienst im Internet unter www.wettergefahren.de.