Bergedorfer Schifffahrtslinie

Leinen los bei den Fahrgastschiffen von Käpt’n Buhr

Seit März ruhten seine Fahrgastschiffe, hier die Serrahn Queen und Serrahn Deern (rechts) an der Krapphofschleuse. Nun darf Heiko Buhr, Chef der Bergedorfer Schifffahrtslinie, wieder ablegen und Fahrgäste an Bord nehmen.

Seit März ruhten seine Fahrgastschiffe, hier die Serrahn Queen und Serrahn Deern (rechts) an der Krapphofschleuse. Nun darf Heiko Buhr, Chef der Bergedorfer Schifffahrtslinie, wieder ablegen und Fahrgäste an Bord nehmen.

Foto: Lena Diekmann / BGZ/Diekmann

Bergedorfer Schifffahrtslinie nimmt ab Sonnabend wieder Fahrt auf. Für Kunden, die bis zum 26. Mai an Bord kommen, gibt’s ein Freigetränk.

Allermöhe. Still ruhen sie an ihrem Liegeplatz an der Krapphofschleuse. Es ist fast so, als wären die „Serrahn Queen“ und ihre beiden kleineren Schwestern „Serrahn Deern“ und „Serrahn Star“ in einen verlängerten Winterschlaf gefallen. Und tatsächlich war das die Taktik von Heiko Buhr, um die vergangenen Wochen zu überstehen: „Wir haben den Puls des Betriebs möglichst flach gehalten“, erklärt der Chef der Bergedorfer Schifffahrtslinie. Doch ab Sonnabend heißt es nun: „Leinen los!“ Käpt’n Buhr und seine Mannschaft dürfen nach den Lockerungen der Corona-Verordnungen durch den Hamburger Senat wieder ablegen.

Schiffe dürfen zu 50 Prozent belegt werden

Nachdem Mitte März die Corona-Situation und entsprechende Verordnungen immer mehr Dynamik aufnahm, nahm Heiko Buhr stattdessen immer mehr Tempo raus: Müll und Autos wurden abgemeldet, für seine 13 Angestellten meldete er Kurzarbeit an und sagte schweren Herzens alle Fahrten ab. „Zum Teil – wie in der Pragfahrt – steckte mehr als ein Jahr Vorbereitung“, sagt Heiko Buhr. Besonders schmerzlich war auch die Absage des Hafengeburtstags – dem Höhepunkt des Jahres. „Da sind wir normalerweise mit allen drei Schiffen rund um die Uhr auf dem Wasser“, sagt Heiko Buhr.

Doch der Blick des 48-Jährige geht nach vorn: „Ich lasse mir in zwei Monaten von Corona nicht kaputt machen, was ich 20 Jahre lang aufgebaut habe“, sagt er optimistisch. Ab Sonnabend geht es wieder los, wenn auch vorerst nur mit 50 Prozent der möglichen Fahrgastzahl an Bord, um die nötigen Abstandsregeln einzuhalten.

Heiko Buhr setzt auf persönliche Kundenbindung

Auf Masse setzt Heiko Buhr sowieso nicht, sondern mehr auf die persönliche Kundenbindung: So wurden auch alle Kunden angerufen, deren Fahrten abgesagt werden mussten, um mit ihnen direkt zu besprechen, welche Möglichkeiten es nun für sie gibt. „Wir haben mit mehr als 1000 Menschen gesprochen, und das ist gut angekommen“, berichtet Heiko Buhr. Viele hätten direkt Plätze für spätere Fahrten reserviert anstatt das Geld zurückzufordern, das habe dem Betrieb natürlich geholfen.

Zum Neustart im Mai gibt’s ein Freigetränk

Ungewöhnlich viel Zeit hatte Heiko Buhr in den vergangenen Wochen: „Ich war das erste Mal seit 20 Jahren am Muttertag zu Hause.“ Die Hände in den Schoß legte er aber nicht: Die Wochen wurden intensiv genutzt, um die Schiffe so richtig auf Vordermann zu bringen, wurde fleißig gemalt, geputzt und geschrubbt. „Jetzt ist alles tipptopp.“ Davon dürfen sich nun auch gern seine Gäste auf den Rundfahrten durch die Vier- und Marschlande oder den Hamburger Hafen überzeugen.

Als Aktion für den „Neustart im Mai“ gibt es für alle Kunden, die bis einschließlich 24. Mai eine Fahrt buchen, das erste Getränk an Bord aufs Haus.

Der Fahrplan im Internet: . Kontakt unter Telefon 040/ 73 67 56 90 oder E-Mail an