Kirchwerder

Parkplatzsituation am Süderquerweg sorgt für Ärger

Ingo und Regina Ritzmann vor ihrem Grundstück am Süderquerweg: Autos parken bis dicht an ihre Auffahrt.

Ingo und Regina Ritzmann vor ihrem Grundstück am Süderquerweg: Autos parken bis dicht an ihre Auffahrt.

Foto: Thomas Heyen

Am Süderquerweg stehen Pkw Stoßstange an Stoßstange. Erst wenn Gefahren vorliegen, kann die Polizei Beschränkungen anordnen.

Kirchwerder. Ingo und Regina Ritzmann ärgern sich jeden Tag über die Parkplatzsituation vor ihrer Haustür am Süderquerweg 81: Dort stehen Pkw Stoßstange an Stoßstange, bis dicht an die Grundstückszufahrt. „Wir können die Straße nicht überblicken, wenn wir mit unserem Auto vom Hof fahren“, sagt Regina Ritzmann. Auch in die Gegenrichtung sei es sehr gefährlich: „Wenn kleine Kinder auf dem Fußweg sind, können wir sie nicht erkennen“, sagt der Ehemann. Etliche Nachbarn sind ebenfalls genervt.

Schuld an den vielen (korrekt) parkenden Autos vor ihren Häusern, sind Halteverbote, die einige Hundert Meter weiter in Richtung Kirchwerder Landweg eingerichtet worden sind. „Nun weichen die Nachbarn alle hierher aus“, sagt Ingo Ritzmann.

Die Halteverbote in Höhe der Straße Auf dem Sülzbrack wurden vor einem halben Jahr eingerichtet, weil es dort, in Höhe von Spielplatz und Rewe-Markt, laut Polizei „viele Ein- und Ausfahrbewegungen“ gebe. Zudem hatten sich Busfahrer der VHH beschwert, dass sie kaum noch an den vielen hintereinander geparkten Pkw vorbeikämen.

Matthias Pien wohnt gegenüber der Ritzmanns. Er berichtet, dass er mit seinem Wohnwagen nicht in seine Zufahrt käme, weil das Fahrzeug einen großen Abbiege-Radius habe. „Und wenn auf der anderen Straßenseite parkende Pkw stehen, reicht der Platz nicht“, sagt er.

Verkehrspolizei hat besonderes Augenmerk auf die Straße

„Begegnende Verkehre müssen sicher aneinander vorbeikommen“, sagt Axel Kleeberg, Chef der Bergedorfer Verkehrspolizei. Das werde besonders auf dem Süderquerweg aufgrund zunehmenden Verkehrs und Parkaufkommens immer schwieriger. Dort gebe es bereits seit zehn Jahren sehr viel Rückraumbebauung, wachse die Zahl der Anwohner. Eine Familie habe heute oft drei Autos vor der Tür stehen. „Aus der zunehmenden Verkehrsdichte ergibt sich Unübersichtlichkeit“, sagt der Polizeichef. Verkehrsbeschränkungen könne die Polizei allerdings erst anordnen, wenn tatsächlich Gefahren vorliegen sollten – „und das muss im Einzelfall geprüft werden“, sagt Kleeberg. Die Fahrer von Transportern und Lkw müssten sich im Zweifelsfall einweisen lassen, wenn sie von ihren Zufahrten auf die Straße fahren.

Das Ehepaar Ritzmann und seine Nachbarn könnten sich lediglich bei der Polizei melden, wenn Einfahrten tatsächlich zugeparkt würden oder wenn tatsächlich Gefahrensituationen entständen. Für die Anwohner gibt es immerhin einen Trost: „Wir haben den Süderquerweg sowieso genau im Blick“, sagt Kleeberg.