SoLawi Vierlande

Solidarische Landwirtschaft: Noch gibt es Ernteanteile

Sie mögen und produzieren gemeinsam Bio-Gemüse (von links): Andrea Porps, Dr. Inga Röwer, Verpächter Wolfgang Bartsch, Erich Hummel und Kristina Knöchel von der SoLawi Vierlande präsentieren etwa Pastinake, Kohlrabi, Wirsing und Schwarzen Rettich.

Sie mögen und produzieren gemeinsam Bio-Gemüse (von links): Andrea Porps, Dr. Inga Röwer, Verpächter Wolfgang Bartsch, Erich Hummel und Kristina Knöchel von der SoLawi Vierlande präsentieren etwa Pastinake, Kohlrabi, Wirsing und Schwarzen Rettich.

Foto: Thomas Heyen

Bei der ersten Bietrunde wurden 75 Prozent vergeben. Ein ganzer Bio-Gemüse-Ernteanteil kostet 110 Euro im Monat.

Bergedorf. Drei Viertel der Ernteanteile hat der Verein Solidarische Landwirtschaft (SoLawi) Vierlande für die neue Saison bei seiner Bietrunde vergeben. Wer fix ist, kann bei dem Selbsternte-Projekt noch einsteigen. Ein Ernteanteil kostet 110 Euro im Monat, ein halber Anteil 55 Euro.

Die Bietrunde lockte etwa 170 Interessierte in das sogenannte Zeighaus der Stadtteilschule Bergedorf (GSB). „Nach der Bietrunde waren rund 100 der insgesamt 135 Anteile vergeben“, sagt Ole Halver (37), Mit-Initiator und einer der drei festangestellten Gärtner des eingetragenen, gemeinnützigen Vereins. Ein Großteil der Anwesenden seien „Wiederholungstäter“ gewesen, „aber wir haben auch viele neue Mitglieder begrüßt“. Immer gefragter sind halbe Anteile. Von den rund 100 bereits vergebenen Ernteanteilen sind nur etwa ein Drittel ganze Anteile, die in der Regel den Bedarf einer kleinen Familie decken. „Halbe Anteile machen etwa zwei Drittel aus“, sagt Ole Halver.

In drei Wochen werden alle Anteile vergeben sein

Wer noch einsteigen möchte, zahlt nun 55/110 Euro im Monat – bisher lediglich ein Richt- und Durchschnittswert. Denn solidarische Mitglieder des Vereins zahlten bei der Bietrunde mehr als den Richtwert – für jedes Mitglied, das weniger als den Durchschnitt zahlt. So soll auch Menschen und Familien mit geringem Einkommen die Ernährung mit Bio-Gemüse aus der Region ermöglicht werden. Der Einfachheit halber, weil keine weitere Bietrunde geplant ist, werde nun aber für die restlichen etwa 35 vollen Anteile der Durchschnittswert verlangt.

Halver geht davon aus, dass in rund drei Wochen alle Anteile vergeben sind. „Wir erhalten täglich mehrere Anfragen.“ Auch in den vergangenen beiden Jahren seien die einhundert Prozent nur wenige Wochen nach der Bietrunde erreicht worden, betont er.

Wer mitmachen möchte, mailt an info@solawi-vierlan de.de. Weitere Informationen zu dem Verein und seinem Selbsternte-Projekt finden sich im Internet unter der Adresse solawi-vierlan.de.