Verkehrsberuhigung

Oortkatenweg: Wenn Autos sich „verkeilen“

Da wird’s eng: Pkw begegnen sich auf dem Oortkatenweg im Bereich der neu gestalteten Kreuzung.

Da wird’s eng: Pkw begegnen sich auf dem Oortkatenweg im Bereich der neu gestalteten Kreuzung.

Foto: Thomas Heyen

Kritik an Verkehrsberuhigung auf der umgestalteten Kreuzung: Begegnen sich Fahrzeuge, wird es eng.

Ochsenwerder. Nach fünfmonatigem Umbau rollt nun wieder der Verkehr über die Kreuzung Ochsenwerder Landscheideweg/Oortkatenweg, zuvor aufgrund zahlreicher Unfälle als „Marschländer Roulette“ bekannt. Autofahrer und Busreisende sind erleichtert, denn die Zeit der Umwege ist vorbei. Doch in sozialen Foren im Internet wird ein Bereich der „neuen“ Kreuzung kritisiert.

Wer vom Ochsenwerder Landscheideweg in den Oortkatenweg in Richtung Reitbrook fährt, muss, genau wie der Gegenverkehr, zwei aufgepflasterte Bereiche passieren, in denen die Fahrbahn verengt worden ist. Durch die kleinen Inseln sollen Fahrzeuge, die aus Reitbrook kommen, dazu gezwungen werden, kurz vor der Kreuzung das Tempo zu senken.

Frühzeitig abstimmen

Das Problem: Begegnen sich zwei Fahrzeuge in dem Bereich, wird es sehr eng. Die Fahrzeugführer müssen sich frühzeitig abstimmen, einander vorbei lassen, um weiterzukommen. Sobald beide Fahrer kurz vor ihren Verkehrsinseln sind, geht nichts mehr, denn der verbleibende Platz ist für die Durchfahrt zu eng. Dann muss einer der Fahrer zwangsläufig den Rückwärtsgang einlegen. Derzeit scheint das noch zu funktionieren. Doch wenn im Sommer viele Camper, Touristen und andere Ortsunkundige unterwegs sind, könnte es Probleme geben – spätestens dann, wenn sich hinter „verkeilten“ Wagen weitere Fahrzeuge befinden.

Lars Rosinski, Tiefbauchef im Bergedorfer Bezirksamt, kann die Kritik nicht verstehen: „Mich haben bisher keine Beschwerden erreicht“, sagt er. Mit den VHH und auch mit der Polizei sei Rosinski auch wegen der Kreuzung ständig in Verbindung. Denn die Maßnahme ist erst Ende Februar komplett beendet. Bis dahin wird der südliche Bereich der Buskehre (Wartezone) ausgebaut.

„Selbst Sattelzüge kommen durch“

Beim Umbau der Kreuzung sei genau auf die Abstände der Hindernisse zueinander geachtet worden: „Selbst Sattelzüge und schwere Landmaschinen kommen problemlos durch.“ Auch auf den Verkehr auf dem Ochsenwerder Landscheideweg im Bereich der Kreuzung könnten sich eventuelle Probleme mit den Inseln auf der Oortkatenweg-Einmündung nicht auswirken, betont Rosinski: „Der Abstand der Inseln zur Kreuzung beträgt etwa 25 Meter.“

Nach Hinweisen aus der Politik sei noch während der Planungsphase der Schwung in den Kurven (Hindernisse) leicht entschärft worden. Rosinski: „Die Situation an der Kreuzung ist so wie an jeder Anliegerstraße, wo parkende Autos am Straßenrand stehen.“