Strassenzustand

Landgebiet ist die Hochburg der Schlaglochpisten

Auch auf dem  Curslacker Neuen Deich gibt es einige Löcher zu stopfen: Der Straßenzug liegt auf Platz 4 im Sanierungs-Rangking.

Auch auf dem Curslacker Neuen Deich gibt es einige Löcher zu stopfen: Der Straßenzug liegt auf Platz 4 im Sanierungs-Rangking.

Foto: Thomas Heyen

19 der als dringend sanierungsbedürftig geltenden 23 Straßen im Bezirk liegen in den Vier- und Marschlanden. Wo es besonders rumpelt.

Fünfhausen. Die Mehrheit der Straßen im Bezirk Bergedorf, die dringend eine Sanierung nötig haben, liegt in den Vier- und Marschlanden. Das geht aus der aktuellen „Zustandserfassungsbefahrung“ hervor, die Tiefbauchef Lars Rosinski am Dienstag im Regionalausschuss vorgestellt hat.

Dafür wurden 350 Kilometer Straßen im Jahr 2018 mit einem Messgerät abgefahren, dabei auf Schäden wie Risse und Schlaglöcher überprüft. Um eine Dringlichkeit für Sanierungsmaßnahmen festzulegen, wurden die Ergebnisse vom Hamburger Landesbetrieb Brücken, Straßen und Gewässer im Anschluss im Bezirksamt diskutiert und mit Bergedorfer Kriterien ergänzt, erklärt Rosinski.

Süderquerweg steht ganz oben im Ranking

Dazu zählt die Verkehrsbelastung, ob Routen für Radverkehr oder ÖPNV dort verlaufen und Einrichtungen wie Kitas, Altersheime oder Schulen an den Straßen liegen. Daraus ergibt sich eine Rangfolge mit 23 Straßen im Bezirk, die dringend saniert werden sollten – 19 davon liegen in den Vier- und Marschlanden.

Ganz oben auf der Liste steht der Süderquerweg, gefolgt von Billwerder Billdeich (Autobahnbrücke bis Bezirksgrenze), Durchdeich und Curslacker Neuer Deich (Schiefe Brücke bis Autobahnbrücke). Nach dieser Rangfolge liegt der Ochsenwerder Kirchendeich „nur“ auf Platz 12. Im vergangenen Ranking lag der Straßenzug noch viel weiter oben. Doch die Sanierung steht längst fest und ist für das erste Quartal geplant. Sie wird aus dem „Erhaltungsmanagement Straße“ der Wirtschaftsbehörde finanziert. Ebenso soll im selben Zeitraum auch ein Teil des Süderquerwegs saniert werden, berichtet Lars Rosinski. Dabei werde die Fahrbahndecke vom Kirchenheerweg bis zum Spieker Markt saniert.

Gesamtwert des Straßenzustands hat sich verbessert

Auch wenn im Landgebiet noch einiges zu tun ist, bleibt dennoch festzuhalten: „Unsere Arbeit trägt erste Früchte“, sagt Lars Rosinski. Im Vergleich zu den Daten von 2016 habe sich der Gesamtwert des Straßenzustands bereits um bis zu 8 Prozent verbessert, erläutert der Tiefbauchef. So haben Neuengammer Hausdeich, Elversweg oder Achterschlag eine neue Fahrbahndecke bekommen. Ein Sonderfall ist der letzte Teil des Billwerder Billdeich, auch hier ist mehr notwendig als eine reine Deckensanierung. 2020 will das Bezirksamt intensiv in die Planungen für den Abschnitt bis Billbrook einsteigen.

17 Millionen um alle Straßen zu sanieren

Wollte das Bezirksamt alle aufgelisteten Straßenzüge sanieren, würde das nach aktuellen Sanierungskosten (80 € pro Quadratmeter) schätzungsweise fast 17 Millionen kosten, rechnet Rosinski vor.

Im Tiefbauprogramm stehen dem Bezirk allerdings nur gut 1,1 Millionen im Jahre zur Verfügung. Am Montag, 20. Januar, wird über das Tiefbauprogramm 2020 im Verkehrsausschuss beraten. Der Regionalausschuss wurde nachrichtlich hinzugeladen. Die öffentliche Sitzung beginnt um 18 Uhr im Rathaus (Wentorfer Straße 38).