Elisabeth Fischer-Waubke

Regionalpastorin aus den Vier- und Marschlanden geht

Regionalpastorin Elisabeth Fischer-Waubke verabschiedet sich nach fünf Jahren mit einem zentralen Gottesdienst in Allermöhe aus den Vier-und Marschlanden. 

Regionalpastorin Elisabeth Fischer-Waubke verabschiedet sich nach fünf Jahren mit einem zentralen Gottesdienst in Allermöhe aus den Vier-und Marschlanden. 

Foto: Lena Diekmann / BGZ/Diekmann

Dienstzeit der 58- Jährigen läuft nach fünf Jahren aus. Zentraler Gottesdienst am 19. Januar in Allermöhe zum Abschied.

Allermöhe. In der Dreieinigkeitskirche schließt sich am Sonntag, 19. Januar, ein Kreis. Vor fünf Jahren wurde Elisabeth Fischer-Waubke in den Vierlanden, in der Kirche St. Johannis in Neuengamme, in ihr Amt eingeführt. Nun geht ihre Zeit in den Marschlanden mit einem zentralen Gottesdienst zu Ende. Und damit sind beide Landschaften der Region beteiligt, für die die 58 Jahre alte Pastorin seit 2015 im Einsatz war: die Vier- und Marschlande.

„Die Verbundenheit der Leute zu ihren Dörfern ist ein kostbarer Schatz“

Das Gebiet im Südosten Hamburgs war für Elisabeth Fischer-Waubke vor fünf Jahren noch vollkommenes Neuland. Und so passierte es auch, dass sie sich mit ihrem Auto
total verfuhr, als sie sich einen ersten Eindruck des Land­gebiets verschaffen wollte. „Eigentlich wollte ich zum Gottesdienst nach Kirchwerder, landete aber in der Kirche St. Johannis in Curslack“, erinnert sich die Pastorin mit einem Lächeln im Gesicht.

Fünf Jahre später ist sie nicht nur mit den schmalen Deichstraßen und Brücken über die Dove-Elbe bestens vertraut – sie hat auch Land und Leute in ihr Herz geschlossen: „Nicht nur die Landschaft ist großartig. Auch die Verbundenheit der Leute zu ihren Dörfern ist ein kostbarer Schatz“, sagt Elisabeth Fischer-Waubke.

Pilgertouren, Valentinsgottesdienst und offene Kirchen

Die regionale Projektstelle war für fünf Jahre ausgeschrieben – mit Option auf Verlängerung. Diese Option ist entfallen, weil im Kirchenkreis derzeit Regionalstellen grundsätzlich nicht mehr verlängert werden. „Die fünf Jahre sind wahnsinnig schnell vergangen. Jetzt freue ich mich noch einmal auf einen Neustart“, sagt die scheidende Regionalpastorin, zu deren Aufgabe es zählte, das Landgebiet in der Metropolregion und für Touristen bekannter zu machen. Dazu beigetragen haben ihre Pilgertouren. Zu Fuß oder auf dem Fahrrad wurden mehrere Kirchen besucht, dabei Lieder gesungen und die Landschaft kennengelernt. „Die Teilnehmer waren stets angetan“, sagt sie.

Auch den besonderen Gottesdienst am Valentinstag, bei dem Frischvermählte, langjährig Verheiratete oder von Krisen geschüttelte Paare eingeladen sind, gemeinsam die Liebe zu feiern, geht auf ihre Initiative zurück. Ebenso zählen Gospelmessen oder die Sonntagsöffnung der Marschländer Kirchen zu ihren erfolgreichen Projekten. Daraus habe sich ein sehr eigenständiges Team entwickelt, freut sich die Pastorin. Auch der Gottesdienst am Tag der Liebenden wird fortgesetzt – am 14. Februar bittet in diesem Jahr Pastor Michael Ostendorf um 19.30 Uhr zum Gottesdienst in die Dreieinigkeitskirche.

Noch einmal in das Gemeindeleben eintauchen

Elisabeth Fischer-Waubke, die aus Mainz stammt, aber seit ihrem 13. Lebensjahr in Hamburg lebt und die Hansestadt ihre Heimat nennt, wird nun erstmal im Vertretungsdienst tätig sein. Die erste Station steht bereits fest: Ab Februar ist sie in Neugraben tätig. Grundsätzlich verfolgt sie für die kommenden Berufsjahre aber eine andere Marschrichtung: „Ich habe noch einmal richtig Lust auf eine Gemeinde, mit allem drum und dran“, sagt die 58-Jährige, die viele Jahre als Gemeindepastorin tätig war sowie in der Regionalstelle in Klein Borstel.