Nervige Geräusche

Windrad-Knacken in Ochsenwerder: Erneute Messung

Ein Windrad am Ochsenwerder Landscheideweg verursacht Geräusche, die seit fast zwei Jahren die Nerven von Anwohnerin Birgit Linde strapazieren.

Ein Windrad am Ochsenwerder Landscheideweg verursacht Geräusche, die seit fast zwei Jahren die Nerven von Anwohnerin Birgit Linde strapazieren.

Foto: picture alliance / picture allia

Umweltbehörde will Störgeräusche der Anlage in Ochsenwerder im Januar nochmals aufzeichnen.

Ochsenwerder. Ein dumpfes Knacken, „wie Zähneknirschen“, aber auch ein „Quietschen und Pfeifen“ strapazieren seit fast zwei Jahren die Nerven von Birgit Linde, die am Ochsenwerder Elbdeich wohnt. Das wiederkehrende Geräusch stammt von einem Windrad, das sich am Ochsenwerder Landscheideweg befindet, gut 600 Meter entfernt von Birgit Lindes Haus (wir berichteten).

Die freiberufliche Webdesignerin führt Lärmprotokolle, setzt sich beharrlich mit Verwaltung und Politik auseinander, geht auch juristisch gegen die Störung ihrer Ruhe vor.

Erneute Messung im Januar

Aufgrund der Beschwerden nahm die Behörde für Umwelt und Energie (BUE) eine Lärmmessung vor und stellte „akustische Auffälligkeiten“ fest. Im Januar soll nun erneut gemessen werden, um „das Störgeräusch mit weniger Hintergrundgeräuschen aufzuzeichnen, um die Intensität und Lautstärke besser beurteilen zu können“, sagt BUE-Sprecher Jan Dube.

Weil die Windräder im Sommer zum Schutz von Fledermäusen bei geringen Windgeschwindigkeiten häufig nachts abgeschaltet werden, kann dann keine Geräuschentwicklung auftreten und gemessen werden. So war es auch bei der ersten Messung vom 17. Mai bis 10. Juli. Deshalb sollte eigentlich ab dem 15. Oktober, wenn die Anlagen nachts weiter laufen, erneut gemessen werden. Doch das Vorhaben wurde verschoben, weil die Baustelle an Kreuzung Ochsenwerder Landscheideweg/Oortkatenweg die Ergebnisse verfälschen würde.

Tagelanger Frost kann Messung verzögern

„Es kann erst gemessen, wenn der Verkehr sich dort normalisiert“, sagt BUE-Sprecher Björn Marzahn. Drei bis vier Wochen lang soll das Knackgeräusch gemessen werden.

Seit Montag kann der Verkehr im Bereich der Kreuzung wieder fließen, sind beide Achsen befahrbar. Deshalb soll im Januar ein weiteres Lärmgutachten erstellt werden.

Allerdings könnte sich die Umsetzung des Vorhabens erneut verzögern: Um wissenschaftlich zuverlässige Daten zu gewinnen, darf es nicht tagelangen Frost geben.