Forschendes Lernen

Nachwuchs-Wissenschaftler bekommen eigenen Raum

Corinna Mönke (Mitte, Haspa Curslack) und Anke Peters, Abteilungsleiterin Grundschule, mit den Schulkindern (v. li.) Lilli Sophie Hintelmann (8), Marlene Leni Pflug (9) und Tamino Stahr (9) aus der Klasse 3 a, die naturwissenschaftliche Aufgaben lösen.

Corinna Mönke (Mitte, Haspa Curslack) und Anke Peters, Abteilungsleiterin Grundschule, mit den Schulkindern (v. li.) Lilli Sophie Hintelmann (8), Marlene Leni Pflug (9) und Tamino Stahr (9) aus der Klasse 3 a, die naturwissenschaftliche Aufgaben lösen.

Foto: Thomas Heyen

Grundschule Kirchwerder erhält 2000-Euro-Spende von Haspa-Stiftung. Damit soll das lernen in den MINT-Fächern gefördert werden.

Kirchwerder. Forschendes Lernen wird in der Grundschule Kirchwerder groß geschrieben. Um so mehr freuen sich Lehrer und Schüler über eine 2000-Euro-Spende für die Ausstattung einer neuen Forscherwerkstatt.

Das Geld soll für die Umgestaltung eines Klassenraums in einen MINT-Raum genutzt werden. MINT steht für Mathe, Informatik, Naturwissenschaften, Technik. Er soll mit naturwissenschaftlichen Nachschlagewerken, Chemiebaukästen und weiteren Versuchsmaterialien ausgestattet werden. Bisher mussten die Grundschüler im Chemieraum der benachbarten Stadtteilschule forschen. Doch der Raum ist nicht oft genug verfügbar.

Zwei Schulstunden pro Woche

Die zweiten, dritten und vierten Klassen der Grundschule mit insgesamt 160 Vor- und Grundschülern forschen einmal wöchentlich in zwei Schulstunden – über einen Zeitraum von sechs Monaten. „Die Kinder überlegen sich selbst, was sie erforschen wollen, und entwickeln eigene Fragen“, sagt Anke Peters, Abteilungsleiterin Grundschule der Stadtteilschule Kirchwerder. Um Fragen wie „Warum fährt ein Auto schnell?“ oder „Warum gibt es Krebs?“ zu beantworten, recherchieren die Kinder auf vielfältige Weise: Sie besuchen kindgerechte Suchmaschinen im Internet wie www.fragfinn.de, blättern in Bücher, experimentieren und machen Ausflüge.

Kinder steuern eigenen Lernprozess

„Die Schüler arbeiten selbstständig und zielorientiert, sind kreativ“, sagt Anke Peters. „Sie steuern selbst den eigenen Lernprozess.“ Es gehe auch darum, neue Wege auszuprobieren und Schritte zu planen. „Wenn es etwa um einen Ausflug geht, müssen die Kinder wissen, wo es hingehen soll und welchen Bus sie nehmen können“, sagt die Schulleiterin. So würden sich immer wieder weitere spannende Fragen ergeben.

Sämtliche Lehrer, die die Jahrgänge zwei bis vier unterrichten, seien mit dem forschenden Lernen vertraut. „Sie tauschen sich regelmäßig aus, bilden sich fort“, sagt Anke Peters.

Den Scheck überreichte Corinna Mönke, stellvertretende Leiterin der Haspa Curslack, im Auftrag der Peter-Mählmann-Stiftung.