Engagement

Seine Futterhäuser helfen dem Kinderhospiz Sternenbrücke

Hans-Heinrich Ziburt (68) grundiert in der früheren Lkw-Halle die Dächer seiner Vogelhäuschen mit Teerfarbe, setzt dann die Schindeln darauf, die mit Holzfarbe bemalt werden.

Hans-Heinrich Ziburt (68) grundiert in der früheren Lkw-Halle die Dächer seiner Vogelhäuschen mit Teerfarbe, setzt dann die Schindeln darauf, die mit Holzfarbe bemalt werden.

Foto: Thomas Heyen

Kirchwerder. Hans-Heinrich Ziburt bastelt Vogelhäuschen zugunsten des Kinderhospiz Sternenbrücke - und wird dabei tatkräftig unterstützt.

Kirchwerder. Hans-Heinrich Ziburt betrieb in Kirchwerder einen Blumengroßhandel. Als er vor drei Jahren in den Ruhestand ging, kam die Langeweile. Also suchte sich der Rentner eine neue, sinnvolle Beschäftigung: Der 68-Jährige stellt jetzt Futterhäuser für Vögel her. Ziburt verkauft die Holzhäuser und spendet das Geld an das Kinderhospiz Sternenbrücke in Rissen. Bei seinem Projekt wird der frühere Gärtner und Kaufmann tatkräftig von Verwandten, Freunden und Nachbarn unterstützt.

Etwa 50 Futterhäuschen hat Ziburt gebaut, seit er im Februar sein neues Hobby entdeckte. „Das erste habe ich meiner Schwägerin geschenkt, dann bekamen meine Schwester und meine Schwiegertochter eines“, sagt der Bastler. Rund 20 Holzhäuser hat er bereits verkauft, an Bekannte. 55 bis 100 Euro verlangt Ziburt für ein Haus.

Die Materialkosten trägt der Bastler

Er würde seine Futterhäuser gern auf einem Adventsmarkt anbieten, möchte aber keine Standgebühr zahlen. „Schließlich verdiene ich an den Häuschen nichts.“ Im Gegenteil: Die gesamten Einnahmen werden gespendet. Die rund 25 Euro Materialkosten pro Haus trägt der Bastler.

Allein die Schindeln, die Ziburt aus dem Allgäu bezieht, würden gut die Hälfte der Materialkosten ausmachen. „Anfangs habe ich die Häuser mit Dachpappe ausgestattet. Aber mit Schindeln sehen sie viel besser aus.“ In seiner früheren Lkw-Halle lagern mehrere Tausend Schindeln.

Ein Tag für ein Haus

Die Haustüren sind aufklappbar. „So lassen sich die Innenflächen leichter saubermachen“, sagt der Hausbauer. Für ein Haus benötigt Ziburt einen Tag. Er baut die überdachten Futterstellen in seiner Werkstatt auf seinem Grundstück am Süderquerweg.

Das übrige Holz bekommt der 68-Jährige geschenkt oder „zum Freundschaftspreis“ von seinem Kumpel Julius Bendschneider, Tischler aus Kirchwerder.

Schwägerin und Nachbar sind mit dabei

Schwägerin Gerda Buck verziert jedes Haus mit Vogelmotiven, etwa Schwalben oder Meisen. Nachbar Heinz-Herbert Steffen sägt wiederum kleine Vögel aus Holz, die beide Giebel der Häuser zieren. Alle Beteiligten arbeiten unentgeltlich an dem Projekt mit.

Das Kinderhospiz Sternenbrücke hat er bereits an seinem 60. Geburtstag unterstützt. „Damals habe ich um Spenden anstelle von Geschenken gebeten.“ Ziburt hatte von der Einrichtung erfahren, als die an Krebs erkrankte Enkeltochter eines Bekannten dort aufgenommen wurde.

Wer eines der kleinen Häuschen kaufen oder Ziburt einen kostenlosen Marktstand ermöglichen möchte, der erreicht den Vogelfreund telefonisch unter der Nummer (040) 79 32 76 96.