Straßenbau

Durchdeich: Kosten für Grundsanierung sprengen den Rahmen

Die tiefen Schlaglöcher sollen verschwinden, Doch das Geld reicht nicht.

Die tiefen Schlaglöcher sollen verschwinden, Doch das Geld reicht nicht.

Foto: Lena Diekmann / BGZ/ Diekmann

Fünfhausen. 5,3 Millionen soll die Grundinstandsetzung kosten. Doch nur 2 Millionen sind im Topf. Kommt jetzt die „abgespeckte“ Version?

Fünfhausen. Schon seit dem Beschluss des Tiefbauprogramms 2017/18 wurde intensiv geplant, vermessen und Gutachten erstellt. Doch bei der Vorbereitung der Grundsanierung des Durchdeichs mussten die Planer immer wieder Rückschläge hinnehmen. Vor allem die Entwässerung mit maroden Leitungen, der inhomogene Aufbau der Straße mit Pflaster und Asphalt sowie der schmale Querschnitt waren noch viel unwägbarer als gedacht.

Baubeginn ist nicht zu halten

Das verzögerte nicht nur den Baubeginn immer wieder. Es trieb auch die Kosten immer weiter in die Höhe. So weit, dass Lars Rosinski nun erstmal die Reißleine ziehen muss: „Ein Baubeginn in diesem Herbst ist definitiv nicht mehr erreichbar“, sagt der Tiefbauchef des Bergedorfer Bezirksamtes.

Die Baukosten für die Grundinstandsetzung des insgesamt 1,5 Kilometer langen Straßenabschnitts vom Lauweg bis zur Heinrich-Osterath-Straße wird derzeit auf 5,3 Millionen geschätzt. Damit wird die ursprünglich geschätzte Summe von zwei Millionen Euro, die von der Verkehrsbehörde (BWVI) getragen werden sollte, deutlich überschritten.

Gesamtkosten: 5,3 Millionen Euro

Allein die Baukosten für den Teilabschnitt zwischen Lauweg und Hausnummer 128 wird nach der Schlussverschickung der Pläne auf gut 3,1 Millionen Euro beziffert. „Die Haushaltsmittel für die nun aktualisierten Baukosten stehen dem Bezirksamt derzeit nicht zur Verfügung“, sagt Rosinski.

Das bedeute aber keinesfalls, dass eine Sanierung des Durchdeichs damit gestorben sei. Nach wie vor sei er davon überzeugt, dass etwas passieren muss, betont Lars Rosinski. Um das zeitnah realisieren zu können, habe er sich eine „abgespeckte Version“ überlegt.

Statt einer Grundinstandsetzung, bei der die Straße inklusive Nebenflächen komplett neu aufgebaut werden würde, sieht die Alternative eine Deckensanierung vor, tiefe Schlaglöcher und Risse in der Fahrbahn würden dadurch verschwinden. Da auch die Sicherheit des Schulwegs bei den Planungen eine große Rolle spielt, würde dann auch ein „massiver Rückschnitt der Hecken“ vorangetrieben werden, um einen breiteren Gehweg zu ermöglichen.

Zweifel an abgespeckter Version

So ganz wollten sich die Mitglieder des Regionalausschusses noch nicht auf die „abgespeckte Version“ einlassen. Bis zum nächsten Regionalausschuss (8. Oktober) sollen im Bezirksamt noch weitere Informationen aufbereitet werden: Zum einen zu möglichen Kosten und Zeitrahmen einer Deckensanierung, zum anderen zu den geschätzten Kosten einer Grundsanierung des zweiten Straßenabschnitts zwischen Hausnummer 128 und Heinrich-Osterath-Straße. Würden diese in etwa zwei Millionen Euro betragen, könnte zumindest dort eine Grundinstandsetzung anstatt „nur“ einer Deckensanierung erfolgen.