Schützenkönig

Bernd Habenicht trägt jetzt die VSG-Königskette

Der große Festumzug am gestrigen Sonntag mit Hunderten Teilnehmern.

Der große Festumzug am gestrigen Sonntag mit Hunderten Teilnehmern.

Foto: Thomas Heyen

Neuengamme. Vierländer Schützengesellschaft feiert mit Umzügen, Partys und Proklamation.

Neuengamme. Nach dem dramatischen Start des Volks- und Schützenfestes der VSG am Freitag, als der Kanonier beim Zünden eines Salutschusses schwer verletzt wurde (siehe Titelseite), verlief das weitere Fest fröhlich und ohne weitere große Zwischenfälle. Gestern Abend, 19.30 Uhr, stand der neue Schützenkönig fest: Bernd Habenicht. Der in Neuengamme lebende zweite VSG-Vorsitzende trägt nun ein Jahr lang die 18 Kilogramm schwere Königskette aus Silber.

Zum Auftakt gab es einen Laternenumzug, an dem sich viele Kinder und Eltern aus Curslack und Neuengamme beteiligten. Zu ihnen gehörte Tylor Bittkau (8). „Mein Onkel ist bei den Schützen“, sagt Tylor. Der vierjährige Jonte amüsierte sich gestern auf dem Jahrmarkt auf dem Schützenplatz am Neuengammer Hausdeich 167. „Wir wohnen seit vier Jahren in Neuengamme, sind aber zum ersten mal hier“, sagte seine Mutter.

Eineinhalb Stunden bis zum Festplatz

Gestern, am Sonntag, marschierten die Schützen erneut. Begleitet von Spielmannszügen und befreundeten Vereinen aus Bergedorf, Hamburg und Umgebung zogen sie – insgesamt mehrere Hundert Menschen – vom Grashofweg zum Curslacker Heerweg. Dort holten sie den scheidenden König Jörg Seemann (66) aus dem Haus seines Bruders ab und gingen weiter zum Festplatz. Für die knapp drei Kilometer lange Strecke benötigten sie – mit Pausen – eineinhalb Stunden

Seemann wohnt in Reinbek, hatte sich für das größte Schützenfest in den Vierlanden mit seiner Frau Helga (66) zwei Nächte im Hotel Zum alten Bahnhof in Curslack einquartiert. Er war gestern bereits um 5 Uhr morgens mit Helfern im Festzelt zugange, bereitete das Königsfrühstück für rund 230 Gäste vor. „Das war ein großer Spaß. Wir saßen mehr als zwei Stunden zusammen“, sagt Seemann, der eingeladen hatte.

Bis 3.30 Uhr gefeiert

Am Bürgerschießen hatten sich rund 30 „Zivilisten“ beteiligt. Auch die Discopartys lockten viele Besucher. „Im Zelt war alles voll. Die ‘Flower-Power-Fete’ im Saal kam erst zu später Stunde richtig in Gang, aber dann wurde bis 3.30 Uhr gefeiert“, sagt die Vorsitzende der VSG, Sabine Hirsch.