Internetanbieter

„Flinkk“ will nun mit Richtfunk durchstarten

Das Kernteam von Miko-Net am Allermöher Deich: Matthias Nieß (von links), Michael Kolle und Sven Baumgart.

Das Kernteam von Miko-Net am Allermöher Deich: Matthias Nieß (von links), Michael Kolle und Sven Baumgart.

Foto: Lena Diekmann / BGZ/Diekmann

Allermöhe. An vielen Stellen ist das Landgebiet noch immer unterversorgt mit einer stabilen Internetverbindung. Das will Flinkk nun ändern.

Ein Jahr haben sie die technischen Voraussetzungen geschaffen und getüftelt. Nun ist das Team von Miko-Net bereit, um durchzustarten. Unter dem Namen „Flinkk“ will die Firma vom Allermöher Deich das Landgebiet per Richtfunk mit einer stabilen Internetverbindung versorgen.

Hohe Bäume waren das größte Hindernis

Mit Testkunden im privaten und gewerblichen Bereich wurde der Richtfunk in den vergangenen Monaten bereits ausprobiert. Als „Achillesferse“ hätten sich dabei die vielen hohen Bäume im Landgebiet herausgestellt, so Kolle. Denn eine Sichtverbindung zwischen den Antennen ist notwendig, damit Richtfunk funktioniert. Mittels gerichteter Antennentechnik habe man nachsteuern können.

Drei Standorte sind bereits erschlossen

Drei Standorte hat die Firma bereits erschlossen, von denen das Signal gesendet beziehungsweise weiterverteilt wird: Der Hauptmast steht auf dem Firmensitz am Allermöher Deich, ehemaliger Standort des Erdgasspeichers und dadurch bestens durch Glasfaserkabel angeschlossen. Auch an den Dächern der Vierländer Bäckerei am Kirchwerder Elbdeich und vom Gartenbaucenter Geereking am Curslacker Deich wurden Antennen angebracht. Die Bereiche Curslacker Deich, Tönerweg, Kirchwerder Elbdeich werden so abgedeckt. Auch Neuallermöhe oder Nettelnburg. In den Gebieten gehen nun graublaue Flyer von Flinkk in die Hauspost, informieren über Leistung und Konditionen des Anbieters.

So wenig Masten wie möglich

Weitere Gebiete sollen erschlossen werden, warte man nur noch auf Baugenehmigungen: Ein 40 Meter hoher Mast soll an der Mette-Harden-Straße errichtet, somit der Krauel und Kiebitzdeich abgedeckt werden. Ebenso ist ein Mast in Moorwerder geplant, von dem Ochsenwerder profitiert. Dennoch verfolgen Kolle und sein Team die Devise: „So wenig Masten wie möglich.“ Bis Ende des Jahres soll daher auch eine Antenne an einer Windkraftanlage in Altengamme angebracht werden.

Beratung, wieviel Datenvolumen wirklich benötigt wird

Online können Kunden prüfen, ob der Richtfunk von Flinkk an ihrem Standort bereits verfügbar ist. Die Kosten liegen zwischen 35 und 55 Euro (15/25/50 Mbit/s im Down- und Upload) pro Monat. Zusätzlich zur Antenne (knapp 20 Zentimeter im Durchmesser), die am Haus angebracht werden muss, gibt es dazu eine Beratung, wieviel Datenvolumen ein Haushalt tatsächlich benötigt. Für den Abruf eines Films auf der Online-Plattform Netflix würden beispielsweise etwa 5 Mbit/s gebraucht. Flinkk garantiert, dass das gebuchte Datenvolumen tatsächlich ankommt und wolle sich so von anderen Anbietern abgrenzen, die mit Geschwindigkeiten bis zu 100 Mbit/s werben, letztlich aber nur ein Bruchteil davon ankomme, so Kolle.