Schützengemeinschaft

Mark Tatuszka: „Schützenkönig sein, ist was fürs Herz“

Mark Tatuszka verbindet mit seinem Jahr als Schützenkönig viele schöne Moment. Sonntag wird sein Nachfolger ermittelt.

Mark Tatuszka verbindet mit seinem Jahr als Schützenkönig viele schöne Moment. Sonntag wird sein Nachfolger ermittelt.

Foto: Lena Diekmann / BGZ/ Diekmann

Ochsenwerder. Erst konnte er es gar nicht glauben, nun ist sein Königsjahr schon wieder vorbei: Am Sonntag wird sein Nachfolger ermittelt.

An den Moment, als sein Name fiel und er zum König der Ochsenwerder Schützengemeinschaft proklamiert wurde, kann sich Mark Tatuszka noch ganz genau erinnern: Er stand hoch oben auf der Bühne und querdurch das große Festzelt fanden seine Augen den Blick von Ehefrau Corinna. Als dann tatsächlich sein Name verkündet wurde, war es, „als halle er noch ewig nach“, erinnert sich der 45-Jährige. Auch seine Frau konnte es erst so gar nicht glauben, schlug vor Überraschung die Hände an die Wangen und „habe sich dann riesig gefreut“, sagt Mark Tatuszka.

Majestätische Begrüßung

Nun sind schon wieder zwölf Monate vergangen, sein Königsjahr neigt sich dem Ende entgegen. Und sein Fazit danach ist ganz klar: „Schützenkönig sein, ist was fürs Herz“, sagt Mark Tatuszka. So sei es einfach niedlich, wenn man mit den Worten „Hallo eure Majestät“ begrüßt werde.

Viele Termine standen auf seinem Kalender, die er leider längst nicht alle wahrnehmen konnte. Denn seit einigen Jahren betreibt der Transportfahrer eines Lebensmittelunternehmens auch eine „Fotobox“. Und ist damit auf zahlreichen Hochzeiten und Feierlichkeiten gebucht.

Zufälliges Treffen mit Nachbarn aus Kindheitstagen

Besonders in Erinnerung bleiben wird ihm der Landeskönigsball im Hotel Lindner, wo er auf einen Nachbarsjungen aus Kindheitstagen in Harburg traf – heute ebenfalls Schützenkönig. Auch sein Königsball in der Marschländer Elblounge sei „einfach toll“ gewesen.

Zum Zeitpunkt seiner Proklamation war Mark Tatuszka gerade mal fünf Jahre bei der OSG dabei, seine Jacke noch ziemlich „nackt“. Also wurde es Zeit, ein paar Orden zu sammeln. Gemeinsam mit Frau Corinna entschied er, die Königsscheibe ernsthaft anzuvisieren – und so klappte es gleich beim ersten Versuch mit dem Titel.

Ein Wohnwagen auf der Silberplakette

An der schweren Königskette erinnert bereits ein silbernes Plättchen an seine Amtszeit. Als Symbol – das jeder König individuell wählen darf – hat sich Mark Tatuszka einen Wohnwagen ausgesucht. „Ich bin als Camperkind aufgewachsen und fahre heute noch gern mit der Familie und dem Wohnwagen weg“, sagt er. In die Lüneburger Heide und nach Fehmarn ging es in diesen Sommerferien.

Geheimnis bis zur Proklamation

Am Sonntag wird wieder um die Königswürde geschossen. Wer es wird, bleibt natürlich geheim. Daran wird auch Mark Tatuszka nichts ändern können, auch wenn der Besuch der Schießkommission traditionell zu seinen letzten Amtshandlungen gehört, um herauszubekommen, wer der neue König ist. „Das klappt aber nie“, weiß Tatuszka. Erst am Sonntag, 18. August, wird ab 18 Uhr das Geheimnis bei der Proklamation gelüftet. Ab Freitag, 16. August, bittet die OSG zu ihrem Schützenfest am Eichholzfelder Deich.