Orientierung

Mechatroniker und Polizisten sind besonders angesagt

„Berufe-Markt der Möglichkeiten“: Bella-Marie Wiedemann (rechts) und und Fenja Rohde (beide 14) am Infostand der Feuerwehr Hamburg: Feuerwehrmann Fabian Haedge legt den Schülerinnen Arbeitskleidung an.

„Berufe-Markt der Möglichkeiten“: Bella-Marie Wiedemann (rechts) und und Fenja Rohde (beide 14) am Infostand der Feuerwehr Hamburg: Feuerwehrmann Fabian Haedge legt den Schülerinnen Arbeitskleidung an.

Foto: Thomas Heyen

Kirchwerder. „Berufe-Markt der Möglichkeiten“ in Schule Kirchwerder: Viele Achtklässler haben schon klare Vorstellungen.

Kirchwerder.  Nie zuvor gab es beim „Berufe-Markt der Möglichkeiten“ in der Stadtteilschule Kirchwerder so viele interaktive Angebote: An fast allen Ständen der knapp 20 Aussteller – von der Hauni über Airbus bis zur Haspa – konnten die Schüler gestern zugreifen und ausprobieren. Daniela Pfalzgraf, Koordinatorin für Berufs- und Studienorientierung, organisiert die Messe seit 2012 und bittet die Aussteller jedes Mal darum, „vieles zum Anfassen“ in die Schule am Kirchwerder Hausdeich 341 mitzubringen.

Die rund 150 Schüler aus allen fünf achten Klassen ließen sich von Mitarbeitern der Hamburger Feuerwehr ein Pressluftatemschutzgerät anlegen, saßen hinter dem Steuer eines großen MAN-Trucks oder setzten sich eine Spezialbrille auf, um sich wie ein sehbehinderter Senior zu fühlen. Andere maßen Blutdruck und simulierten Schweißarbeiten am Computer – automatische Bewertung ihres Könnens inklusive. In der Schulaula ging es um Handwerk und Technik, in weiteren Räumen konnten sich die Achtklässler unter anderem über Gesundheitsberufe informieren.

Klare Berufsvorstellungen

Viele der Teenager, die in Kirchwerder zur Schule gehen, haben trotz ihrer Jugend schon klare Berufsvorstellungen: Bella-Marie Wiedemann (14) möchte Polizistin werden. „Heute habe ich mich am Infostand der Polizei Hamburg informiert – unter anderem über den Sporttest, der bestanden werden muss. Das sollte ich hinkriegen“, sagt sie. Die Schülerin hat im April bereits ein zweiwöchiges Praktikum im Polizeipräsidium in Alsterdorf gemacht. „Einen Tag war ich sogar mit auf Streife.“

Auf jeden Fall Abi machen

Finn Lennert Bramann (14) interessiert sich mehr für handwerkliche Berufe: „Kfz-Mechatroniker oder Garten- und Landschaftsbauer – das wäre was für mich.“ In Finns Klasse haben die meisten Mitschüler andere Berufsvorstellungen. „Die meisten interessieren sich für Jura, pädagogische oder kaufmännische Berufe“, sagt er. Fenja Rohde (14) fand gestern die Präsentationen von Polizei und Feuerwehr sm spannendsten. „Ich bin aber noch sehr unentschlossen, was die Berufswahl angeht“, sagt sie. „Auf jeden Fall möchte ich mein Abi machen.“

Organisatorin Daniela Pfalzgraf freut sich über die vielen Firmen-Kontakte, auf die sie zählen könne: „In Bergedorf gibt es viele Kooperationen, das macht es für uns als Schule einfacher.“ Viele Aussteller seien schon häufiger dabeigewesen, „einige – etwa Hauni, Haspa und Bethesda-Krankenhaus – seit der ersten Messe 2012“.