Großeinsatz

Flammen bei Fahrrad Fries: Rauchpilz über Curslack

Feuerwehrleute unter Atemschutz öffnen das Metalldach der Lagerhalle mit Axt und Motorsäge. Kurz darauf wird auch schweres Spezialgerät eingesetzt.

Feuerwehrleute unter Atemschutz öffnen das Metalldach der Lagerhalle mit Axt und Motorsäge. Kurz darauf wird auch schweres Spezialgerät eingesetzt.

Foto: Thomas Heyen

Curslack. Fünf Feuerwehren im Einsatz. 50 neue Fahrräder und zwei Autos zerstört. Curslacker Heerweg stundenlang gesperrt.

Curslack.  Großeinsatz am Freitag am Curslacker Heerweg 16: Die Lagerhalle von Fahrrad Fries stand in Flammen. Der Rauchpilz über dem Ortskern von Curslack war kilometerweit zu sehen. „Das sah beängstigend aus. Wir waren sehr verunsichert“, sagte ein Anwohner. Fünf Feuerwehren waren im Einsatz. Der Curslacker Heerweg war mehr als drei Stunden voll gesperrt. Weil der Einsatz an einer der Haupteinfallstraßen in die Vierlande mitten im Feierabendverkehr war, staute sich der Verkehr in Fahrtrichtung Elbe.

Gegen 14.45 Uhr hatte Sönke Fries, Inhaber des Fahrradgeschäfts, das Feuer zufällig bemerkt, als er mit einem Kunden vor die Tür seiner neben der Lagerhalle gelegenen Verkaufsräume trat. „Ich sah einen Rauchpilz hinter dem Dach der Halle aufsteigen“, sagt der 59-Jährige. Er wählte den Notruf.

50 neue Fahrräder zerstört

Weil sich die Lagerhalle direkt neben dem Wohn- und Geschäftshaus der Familie Fries befindet und die Flammen auf das Nachbargebäude überzugreifen drohten, rückte die Feuerwehr mit einem Großaufgebot an. Neben den freiwilligen Wehren Curslack und Neuengamme waren die Berufsfeuerwehren Bergedorf und Billstedt im Einsatz. Die FF Warwisch wurde nachalarmiert. Sie rückte mit schwerem Spezialgerät zum Öffnen des Metalldachs an.

Frischer Sauerstoff aus Atemschutzgerätewagen

Zuvor hatten Feuerwehrleute mit Axt und Motorsäge das Dach ein Stück weit geöffnet, um besser löschen zu können. Zahlreiche Einsatzkräfte arbeiteten bei starker Rauchentwicklung unter Atemschutz. Die BF Billstedt versorgte sie mit frischen Sauerstoffflaschen aus einem Atemschutzgerätewagen.

Zwei Autos zerstört, eins gerettet

In der Halle aus Holz lagerten rund 70 neue Fahrräder – E-Bikes, Mountainbikes, City- und Kinder-Räder im Wert von mehreren Zehntausend Euro. Weil das Rolltor offen stand, lief Fries in die Halle und holte „zehn bis 15 Räder“ hinaus. „Etwa 50 Räder sind drinnen geblieben“, sagt er. Fries sei gut versichert, betonte der Kaufmann. „Ich hoffe, dass alles reibungslos läuft.“ Den Flammen zum Opfer fielen auch zwei Autos, die direkt an der Halle standen – ein Citroën Jumpy (Firmenwagen) und ein Opel Omega, der Fries’ Tochter gehört. Den Ford seiner Mutter konnte der 59-Jährige gerade noch vom Brandort wegfahren. Das Feuer trifft das Familienunternehmen zum Start der Fahrradsaison. „Der Betrieb läuft aber weiter“, sagt Fries. „Wir haben noch mindestens 50 weitere Fahrräder im Angebot.“ Die Brandursache ist unklar.