Kompetenzzentrum

Hier dreht sich alles um die grüne Branche

Samira Stein-Softić, Hans-Peter Pohl und Dr. Malgorzata Rybak (von links) in einem der Gewächshäuser des Kompetenzzentrums. 

Samira Stein-Softić, Hans-Peter Pohl und Dr. Malgorzata Rybak (von links) in einem der Gewächshäuser des Kompetenzzentrums. 

Foto: Thomas Heyen

Moorfleet. „Hier wächst Grün! – Ein Spaziergang im Kompetenzzentrum“: Am Brennerhof werden zwei Tage lang die Türen für Besucher geöffnet.

Moorfleet. . Im Kompetenz- und Beratungszentrum für Gartenbau und Landwirtschaft am Brennerhof 121-123 finden Profis aus dem grünen Bereich ebenso Hilfe wie Hobbygärtner. Sie bekommen Rat bei Fragen zu Pflanzenschutz und -anbau ebenso wie zu Fragen rund um Betriebsübergaben, Entwicklungsmöglichkeiten oder Finanzierung. Auch die überbetriebliche Ausbildung und Prüfung der angehenden Gärtner läuft im Kompetenzzentrum. Der Pflanzenschutzdienst der Wirtschaftsbehörde sitzt ebenfalls im Kompetenzzentrum. Er untersucht stichprobenartig alle Pflanzen – von Kartoffeln über Kakao bis zu Rosen –, die über den Hamburger Hafen ein- und ausgehen.

Am Sonnabend, 25., und Sonntag, 26. Mai, öffnet das Kompetenzzentrum seine Türen. Unter dem Titel „Hier wächst Grün! – Ein Spaziergang im Kompetenzzentrum“ gibt es ein informatives Programm.

Fast alle Mitarbeiter dabei

Organisiert wird das bunte Wochenende von Landwirtschaftskammer Hamburg und Pflanzenschutzdienst. „Fast alle Mitarbeiter – insgesamt sind es 32 – sind auf den Beinen. Sie liefern Informationen aus erster Hand“, sagt Hans-Peter Pohl, Geschäftsführer der Landwirtschaftskammer. „Wir bieten ein interaktives Programm, Gartenbau zum Anfassen“, sagt Marketingfrau Samira Stein-Softic.

Das Kompetenzzentrum eröffnete im März 2013. Seitdem sind die Landwirtschaftskammer und der Pflanzenschutzdienst unter einem Dach – neben weiteren Institutionen wie dem Bauernverband, dem Landfrauenverband und dem Wirtschaftsverband Gartenbau Norddeutschland. „Wir können auch aufgrund kurzer Dienstwege konzentrierter und effektiver arbeiten“, sagt Pohl.

Forschung nach EU-Richtlinien

Aufgrund energieeffizienter Gewächshäuser seien die Unterhaltungskosten gering, betont Pohl. In den modernen Laboren des Pflanzenschutzdienstes könne wiederum nach EU-Richtlinien geforscht werden. „Wir liefern zertifizierte Resultate, europaweit nachvollziehbare Ergebnisse“, sagt Leiterin Dr. Malgorzata Rybak. Der Pflanzenschutzdienst ist auch zuständig für das Versuchswesen, die Entwicklung von Strategien zur Bekämpfung von Schädlingen und Krankheiten. „Der Schwerpunkt liegt hier auf dem Einsatz von Nützlingen“, sagt die Leiterin. Die Wissenschaftler untersuchen Krankheiten von Bäumen im öffentlichen Raum, beraten kostenlos Landwirte und Gärtner, die mit ihren kranken Pflanzen vorbeikommen.

Große Nachfrage nach Anbauberatung

Auch die Anbauberatung der Landwirtschaftskammer werde intensiv genutzt, betont Pohl. Alle rund 650 Landwirtschafts- und Gartenbaubetriebe in Hamburg sind zwangsläufig Mitglied der Kammer. Die Mitglieder zahlen Beiträge, für viele Leistungen der Kammer würden keine weiteren Kosten fällig. Die Angebote werden von der Stadt mitfinanziert.

Weil die Arbeit auch die Endverbraucher betrifft, sei es wichtig, die Türen zu öffnen und das Kompetenzzentrum vorzustellen, betont Malgorzata Rybak.

Spaziergänge können am Sonnabend zwischen 11 und 18 Uhr und am Sonntag von 10 bis 17 Uhr gemacht werden. Der Eintritt ist frei. Weil nur 50 Parkplätze vorhanden sind, sollten Besucher mit dem Rad, Bus oder Bahn anreisen. Infos: www.gruenes-kompetenzzentrum-hamburg.de.