Was macht...?

Ihr Herz schlägt noch immer für Kinder und gute Klänge

Marita Sannmann leitete fast 25 Jahre lang die Kita Ochsenwerder. Heute prägen ihre Enkel und Musik ihr Leben – zahlreiche Chorfotos und Notenschlüssel zieren ihr Arbeitszimmer.

Marita Sannmann leitete fast 25 Jahre lang die Kita Ochsenwerder. Heute prägen ihre Enkel und Musik ihr Leben – zahlreiche Chorfotos und Notenschlüssel zieren ihr Arbeitszimmer.

Foto: Lena Diekmann / BGZ/Diekmann

Ochsenwerder. Vor fast drei Jahren ging Marita Sannmann in den Ruhestand. Seitdem genießt sie die freie Zeit mit Musik, Reisen und den Enkeln.

Sie begleitete die ersten Lebensjahre Hunderter Kinder in Ochsenwerder: Fast 25 Jahre lang leitete Marita Sannmann die evangelische Kindertagesstätte. Vor fast drei Jahren verabschiedete sie sich mit 61 Jahren in den Ruhestand. Und genießt seitdem die neue Freiheit. „Ich muss keinen Urlaubsschein mehr einreichen, sondern kann alles so machen, wie ich möchte“, sagt die heute 63-Jährige.

Auf Usedom beginnt gleich das Urlaubsgefühl

Seit Juli 2016 hat sie nun vor allem viel mehr Zeit für die Familie: Gemeinsam mit Ehemann Werner unternimmt sie gern Reisen. Bis in die Karibik muss es aber nicht unbedingt gehen. London oder St. Petersburg sind Ziele, die Marita Sannmann positiv in Erinnerung geblieben sind. Und auch nach Usedom zieht es das Paar immer wieder gern: „Sobald wir über die Peenebrücke bei Wolgast fahren, ist das Urlaubsgefühl da“, sagt sie.

Doch auch in ihrer Heimat Ochsenwerder verbringt Marita Sannmann gern ihre gewonnene freie Zeit: „Ich konnte endlich mal erledigen, was während der Berufstätigkeit alles liegen geblieben ist“, sagt Marita Sannmann.

Oma und Opa in Vollzeit

So wie den Anbau von eigenem Gemüse, einem kleinen Kräutergarten und dem Ausprobieren passender Rezepte in der Küche. Oder auch das Einkleben von Fotos aus den vergangenen 20 Jahren Chorleben. Ihrem Chor – der Liedertafel Harmonie Ochsenwerder – hält Marita Sannmann bereits seit insgesamt
43 Jahren die Treue, davon seit 33 Jahren permanent als 1. Vorsitzende. Ebenso engagiert sie sich bereits seit 20 Jahren als Kreisvorsitzende des Sängerkreises Vier- und Marschlande. Diese Leidenschaft zu guten Klängen vereinbart sie mittlerweile auch mit ihrem großen Herz für Kinder: Vor etwa fünf Jahren hat sie die Ochsenwerder Singspatzen ins Leben gerufen.

Singspatzen sind ihr „Baby“

Nachdem der Kinderchor zu Beginn erst schleppend anlief, singen mittlerweile 19 Mädchen und Jungen unter der Leitung von Michael Georgi. Alle zwei Wochen wird donnerstags im Musikraum der Schule Ochsenwerder geprobt. Dann ist auch Marita Sannmann stets dabei. „Die Singspatzen sind mein Baby“, sagt die 63-Jährige nicht ohne Stolz.

Die Probe des Kinderchors ist aber nicht der einzige Termin, an dem Marita Sannmann die Schule am Elversweg besucht. Einmal in der Woche engagiert sie sich dort als Lesepatin, übt mit Zweitklässlern das Lesen.

Denn auch wenn sie nun nicht mehr berufstätig ist, bleiben Kinder doch noch immer ihr absoluter Lebensmittelpunkt: Besonders ihre Enkel Johanna (4), Colin (4) und Felix (8) profitieren davon, dass Marita und Werner Sannmann nun nach eigener Aussage „Oma und Opa in Vollzeit“ sind.

Wertvolle Zeit mit den Enkelkindern

Nach der Kita und der Schule sind die Enkel dreimal in der Woche bei ihren Großeltern, in den Ferien auch schon mal jeden Tag. Zum Campen im Harz oder in ein Ferienhaus in Dänemark geht es dann auch schon mal zu Fünft auf Reisen. „Wir genießen es sehr, dass wir so viel Zeit mit ihnen haben“, sagt Marita Sannmann.