Bergedorf.

Querbeet durchs Landgebiet

Bündnis Engagierte wollen gemeinsam die Vier- und Marschlande bekannter machen

Bergedorf.  Wenn Jantje Schumacher fremden Menschen in der Innenstadt oder auch außerhalb Hamburgs erzählt, dass sie in Kirchwerder lebt, dann bekommt sie häufig diese Antwort zu hören: „Ach, das ist doch bestimmt dort, wo die Kirschbäume stehen!“ Und das ärgert die gebürtige Marschländerin. „Denn alle kennen offenbar das Alte Land, aber die Vier- und Marschlande kennen nur wenige“, sagt Jantje Schumacher.

Zu wenige, stellt die 43-Jährige fest. Darum hat sie nun das Bündnis „Querbeet“ ins Leben gerufen. Denn bisher würden viele Betriebe alleine arbeiten, gemeinsam sei man aber viel stärker, um die Vier- und Marschlande als Region bekannt zu machen, ist Schumacher überzeugt. Motivierendes Beispiel hierfür sei die Käsestraße Schleswig-Holstein, die zahlreiche käseproduzierende Betriebe verbindet, so Schumacher.

Querbeet soll die Vielfalt verdeutlichen, die sich im Kreis aus 21 kleinen und großen Betrieben zusammengefunden hat. Wichtig: „Mindestens die Hälfte sollen Betriebe aus dem Gartenbau oder der Landwirtschaft sein, denn sie sind das, was die Vier- und Marschlande ausmachen“, sagt die Initiatorin. Zu ihnen gesellen sich touristische Ziele wie der Bootsverleih paddel-meier oder die Vierländerei, mit Stefanie Baars ist auch eine Fotografin und mit Nicola Eisenschink vom Hausboot Lotte eine Autorin dabei.

Gemeinsam haben sie sich das Ziel gesetzt, die Region und auch die regionalen Produkte bekannter zu machen. „Das funktioniert am besten, wenn wir die Menschen auf unsere Höfe lassen und mit ihnen ins Gespräch kommen“, sagt Jantje Schumacher.

Und dafür wird in den kommenden Monaten an drei Wochenenden Programm geboten: Unter dem Motto „Frühlingserwachen“ steht das Wochenende 27. und 28. April. „Jeder bietet an, was zu ihm in der Jahreszeit passt“, sagt Jantje Schumacher. Vom Anbaden in der Elbe mit den Ackerperlen (2), einer Führung rund um Erdbeeren im Frühling bei Gartenbau Timmann (11) oder zum modernen Tomatenanbau auf Eggers Gemüsehof (9). „Wir werden auch ganz Unerwartetes vorstellen“, verspricht Jantje Schumacher. In jedem Fall ist es auch die Chance einen Einblick in Betriebe zu bekommen, die sonst mit dem Endverbraucher gar keinen direkten Kontakt haben, wie auf Hof Wörmbke (8) oder Harden Gartenbau (17). Ob Bullenmast oder Blumen: Die Betriebe öffnen ihre Türen und stellen ihre heutige Arbeitsweise vor.

Dem Thema „Leben auf dem Lande“ widmet sich das Wochenende 20. und 21. Juli, „Abgedroschen“ lautet das Motto für die Aktionen am Sonnabend und Sonntag, 26. und 27. Oktober. Das vielfältige Programm ist schon jetzt unter www.vum-querbeet.de im Internet zu finden

Querbeet soll keine einmalige Sache bleiben: Wenn es angenommen wird, soll es auch im nächsten Jahr weitergehen. Weitere Betriebe stehen bereits auf der Warteliste.

Mit dabei sind: Stark Heimwerken (1), Ackerperlen (2), Fährhaus Tatenberg (3), Elbgelb Imkerei (4), Milchhof Reitbrook (5), Tomatenretter (6), paddel-meier (7), Hof Wörmbke (8), Eggers Gemüsehof (9), Andrea Porps Wildpflanzenfachberaterin (10), Gartenbau Timmann (11), Mitmachgartenbau (12), Hitscherberger Hof (13), FeWo Hausdeich (14), Haus Anna Elbe (15), Stefanie Baars Fotografie (16), Harden Gartenbau (17), Restaurant Vierländerei (18), Hof Eggers (19), Naturwerkstatt Hamburg (20), Hausboot Lotte (ohne Nummer).