Strassenschäden

Risse und Löcher: Tempo 80 auf der A 25

Wie auf diesem Symbolbilld gilt auch auf der A25 zwischen Moorfleet und Allermöhe nun Tempo 80.

Wie auf diesem Symbolbilld gilt auch auf der A25 zwischen Moorfleet und Allermöhe nun Tempo 80.

Foto: NICOLAS TUCAT / dpa

Moorfleet. Aufgrund von Schädenan der Fahrbahn zwischen Moorfleet und Allermöhe wurde das zulässige Tempo reduziert.

Viele Autofahrer haben es offenbar noch gar nicht bemerkt – und das kann teuer werden: Am Beginn der Autobahn 25, hinter dem Dreieck Hamburg-Südost, wurde jetzt in Fahrtrichtung Geesthacht für mehrere Kilometer Tempo 80 angeordnet. Bislang galt dieses Tempolimit nur im Einfädelungsbereich, danach galt Tempo 120. Begründet wird dies mit Fahrbahnschäden.

Risse können erst geflickt werden, wenn es wärmer wird

Vor allem auf der Überholspur hätten Polizei und Autobahnmeisterei zahlreiche Risse und Löcher in der Fahrbahn festgestellt, teilt Anabel Schnepf, Sprecherin des Landesbetriebs Straßen, Brücken, Gewässer (LSBG), auf Nachfrage unserer Zeitung mit. Da sich darin Wasser sammeln kann, was bei Minustemperaturen gefriert und glatte Stellen zur rutschigen Gefahrenquelle werden, sei die Reduzierung des Tempolimits erforderlich gewesen. Je schneller der Verkehr fließe, desto schneller vergrößerten sich zudem die Schäden.

Auf knapp drei Kilometern – von der Auffahrt in Moorfleet bis kurz vor die Anschlussstelle Allermöhe – gilt daher nun Tempo 80. Und das auf unbestimmte Zeit. Denn die Risse und Löcher können erst geflickt werden, wenn es trocken ist und kein Frost mehr herrscht. Anabel Schnepf rechnet mit den Arbeiten erst im Frühjahr, wenn nicht gar im Sommer.

Verkehr nimmt stetig zu

Dabei wurde die A 25 in dem Abschnitt zuletzt 2008 saniert. Doch der Verkehr habe seitdem zugenommen, auch seien die Fahrzeuge größer und schwerer geworden, so Anabel Schnepf. Wurden 2010 in Höhe Moorfleet noch durchschnittlich 38.000 Fahrzeuge pro Tag gezählt, waren es 2017 bereits 46.000. Richtung Landesgrenze nimmt ihre Zahl kontinuierlich ab auf 32.000 Fahrzeuge pro Tag.

Der Abschnitt zwischen Moorfleet und Allermöhe ist wegen des dortigen Gewerbegebietes zudem viel stärker durch Schwerlastverkehr beansprucht als andere Teile der A 25. Der Schwerlastanteil beträgt hier zwölf Prozent, gegenüber sieben Prozent an der Landesgrenze. Entsprechend sieht „auch die Fahrbahn in der Gegenrichtung nicht mehr so gut aus“, wie Anabel Schnepf sagt. Vermutlich müsse auch dort bald die zulässige Höchstgeschwindigkeit reduziert werden.

Sanierung mit offenporigem Asphalt geplant

Grundsätzlich sei eine umfangreiche Sanierung erforderlich. Wann das soweit sein wird, kann Anabel Schnepf noch nicht abschätzen. „Irgendwann wird der Punkt kommen, an dem sich Reparaturen nicht mehr lohnen“, sagt sie. Eine Sanierung sei auch vor dem Hintergrund geplant, dort für mehr Lärmschutz zu sorgen. Offenporiger Asphalt – sogenannter „Flüsterasphalt“ – soll dann eingebaut, wie er bereits auf weiteren Teilabschnitten, etwa zwischen Bergedorf und Neuallermöhe-West oder Geesthacht und Curslack, eingebaut wurde.