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Landmaschinen im Mini-Format

Tatenberg.  Den Hofladen der Familie Stender am Tatenberger Deich 154 hatte Torsten Stender (43) in eine Ausstellungsfläche für Agrarmaschinen aller Art im Maßstab von 1:32 und 1:87 umgebaut. 20 Modellbauer, fast alle aus Agrarberufen, hatte ihre kostbaren Kleinode mitgebracht. „Der Zuspruch ist beim vierten Treffen ungebrochen. Die Modellbauer kommen aus dem Großraum Hamburg, Quickborn, aber auch aus Thüringen und dem Saarland“, sagt Organisator Stender.

Landmaschinenmechaniker Mike Ditscher (44) aus Thüringen ist dem Hobby seit 30 Jahren verfallen. Er hat seine etwa 700 Modelle allesamt selbst gebaut: „Die Vorlagen suche ich mir von Fotos, aber auch aus dem Internet. Nach diesen Vorlagen baue ich alles im Maßstab 1:87 nach. Verkauft wird davon nichts.“ Und stolz berichtet er: „Mein vierjähriger Sohn Ethan macht schon locker mit, allerdings noch mit seinen Legosteinen.“ Sein gelber Rübenroderaufbau Xerion 407 ist 1996 als Versuchsmodell gebaut worden und in der Realität über den Prototyp nicht hinausgekommen – das macht dieses Modell zu etwas ganz besonderem.

Über das Forum www.agrarmodellbau.de haben sich die Modellbauer zu dem Treffen verabredet. Auch Björn Schatzschneider aus Quickborn baut an einem Modell schon mal 100 bis 150 Stunden: „Mein Radlader New Holland im Maßstab 1:32 ist vor sieben Jahren fertig geworden – eigentlich, denn es gibt immer wieder etwas, das ich verändere und verbessere. Wie bei den meisten Modellen hier, habe ich die entsprechende Elektronik eingebaut, um das Modell fernsteuern zu können.“ In dem Radlader sitzt eine blonde Frau.

Gegen Nachmittag wurde es im Hofladen belebter, zu den Fachsimpeleien der Modellbauer und Agrarspezialisten gesellten sich Besucher, die Spaß am Betrachten hatten und ihre Fragen bei Kaffee und Kuchen an die Profis stellten.