Kirchwerder.

Mehr Komfort am berühmten Busstopp

Sülzbrack Ehrenamtliche schlagen Aufwertung der Haltestelle vor – Erforderlicher Umbau aber aufwendig

Kirchwerder.  Nachdem die Bushaltestelle „Sülzbrack“ durch den Werbespot des Hamburger Verkehrs-Verbunds (HVV) auch hamburgweit Bekanntheit erlangte, könnte es dort auch ein wenig mehr Komfort geben. Der Meinung sind zumindest Reinhard Marquardt und weitere Ehrenamtliche, die sich in der nahegelegenen Flüchtlingsunterkunft engagieren.

Die Haltestelle „Sülzbrack“ würde von den Bewohnern der Wohnunterkunft intensiv für ihre Mobilität mit den Bussen benutzt, so Reinhard Marquardt. Die Wartesituation könne allerdings verbessert werden. Gösta Schwiers schlug im Scheunenschnack von St. Severini ein Wartehäuschen vor. So etwas würde es immerhin auch bei der benachbarten Haltestelle „Sande“ geben, die von der Lage an der Böschung, der Abmessung der Pflasterfläche und des Abstands zur Straße identisch mit der Haltestelle Sülzbrack ist. „Mit einer Kabine erhielte die Haltestelle mit dem prägnanten Namen eine überaus sinnvolle Aufwertung“, sagt Reinhard Marquardt.

„Spontan finde ich den Vorschlag sehr sympathisch und naheliegend“, erwidert HVV-Sprecher Rainer Vohl. Allerdings könne ein Häuschen wie am Busstopp Sande heute nicht mehr gebaut werden, da es nicht die Standards für Barrierefreiheit erfüllt: „Es entstünde ein hoher baulicher Aufwand, weil eine breitere Aufpflasterung eine größere Erdaufschüttung am Deich erfordern würde“, so Vohl. Das würde in keinem Verhältnis zu den durchschnittlich weniger als 20 Fahrgästen stehen, die am Sülzbrack täglich einsteigen.