Zollenspieker

Schrottschiff soll geborgen werden

Wrack liegt seit Mai am Zollenspieker

Zollenspieker. . Mit einem acht Meter langen Segelboot unter Motor war ein Skipper im Mai auf einer Buhne östlich des Zollenspieker Fährhauses aufgelaufen (wir berichteten). Das Wrack liegt noch immer dort.

Der Eigner des schrottreifen Kahns hatte schon während der Rettungsaktion der Wasserschutzpolizei erklärt, dass er kein Geld habe: „Hiermit gebe ich mein Schiff auf!“, hatte er damals gerufen.

Zuständig für den Elbabschnitt ist das Wasserstraßen- und Schifffahrtsamt Lauenburg (WSA). Auf unsere Nachfrage hieß es dort nach vier Wochen, dass das Wrack gesichert sei und keine akute Gefahr für die Schifffahrt in der Fahrrinne bestehe. Schon aus Kostengründen werde eine schriftliche Stellungnahme des Eigners benötigt, teilte Tilman Treber vom WSA mit.

Die Stellungnahme liegt noch immer nicht vor. Trotzdem soll das Wrack laut Treber „noch in diesem Jahr“ geborgen werden – wohl auf Kosten des Steuerzahlers. Denn der Eigner habe vermutlich nicht die finanziellen Mittel. „Es wird nun juristisch geklärt, ob der Eigner doch noch für die Bergungskosten herangezogen werden kann“, sagt Treber.

Doch in der nun beginnenden Sturmflutsaison sei die Gefahr zu groß, dass der hölzerne Schrott-Segler sich aus der Vertäuung an der Buhne löst und in die Fahrrinne abdriftet. „Bis zur Bergung kontrollieren wir weiterhin regelmäßig den Zustand des Schiffs“, sagt Treber.

Geborgen werden soll das Wrack vom Wasser aus mit einem Schwimmgreifer, der auf einem Ponton steht. Die exakten Kosten stehen noch nicht fest: „So was kostet aber schnell über 1000 Euro“, sagt Treber. Sobald es im Trockenen ist, werden sich die Fachleute das Schiff „genauer ansehen“, sagt Treber. „Wahrscheinlich hat es nur noch Schrottwert.“