Elbe-Glamping

Wo der Camping-Ausflug zu einer kleinen Zeitreise wird

Heißen nun die Gäste beim „Elbe-Glamping“ willkommen: Tanja Matthies (links) und Nora Köhnken.

Heißen nun die Gäste beim „Elbe-Glamping“ willkommen: Tanja Matthies (links) und Nora Köhnken.

Foto: Lena Diekmann / BGZ

Stove. Am Stover Strand können Besucher nun in Retro-Wohnwagen übernachten. Blick auf die Elbe und auf Altengamme inklusive.

Sie heißen „Rosamunde“, „Tante Berta“ oder „Paulina Sonnenschein“ und entführen auf dem Campingplatz Stover Strand nun in eine andere Zeit: Auf einem kleinen Areal des etwa 30 Fußballfelder großen Platzes haben Campingplatz-Chefin Nora Köhnken (28) und die Grafikdesignerin Tanja Matthies (40) nun das „Elbe-Glamping“ geschaffen.

Nicht Luxus, sondern ein besonderes Lebensgefühl

Das Wort „Glamping“ ist eine Kombination aus Glamour und Camping. Wobei es den beiden Gründerinnen nicht um Luxus, sondern viel mehr um ein entspanntes Lebensgefühl geht. Und das wird schon gleich beim Eintritt in das Areal deutlich: „Herzlich Chillkommen“ prangt in weißen Buchstaben auf einem Holzschild über dem Eingang. „Es ist, als würde man eine eigene kleine Welt betreten, den Alltag draußen lassen“, sagt Tanja Matthies.

Gemütlichkeit unter Lampion-Ketten

Direkt am Elbufer, gegenüber von Altengamme, gruppieren sich insgesamt zehn Wohnwagen um fünf stattliche Pappeln herum. An ihren Ästen baumeln bunte und weiße Lampion-Ketten über einer Sitzecke. Dort können die Camper sich ebenso treffen wie in der Open-Air-Küche. „Das alles hat Festivalcharakter. Doch es soll kein Partycamp sein, sondern die Leute sollen Freude daran haben, draußen zusammen zu kommen“, sagt Tanja Matthies.

Herzensprojekt in Pastelltönen

Die gebürtige Hamburgerin, die mit ihrem Mann und drei Kindern mittlerweile in der Nähe des Campingplatzes wohnt, hatte die Idee zum „Elbe-Glamping“. Denn auch ihren eigenen Camper hatte sie vom Muff vergangener Jahre und braunen Kissen befreit, ihm mit Pastelltönen und Vinylfliesen einen Seventies-Look verpasst. Und daraus wurde nun ein kleines Retro-Wagendorf: Denn Nora Köhnken, deren Großeltern den Campingplatz vor fast 40 Jahren gründeten, war gleich von der Idee begeistert: „Es ist ein Herzensprojekt“, sagt die 28-Jährige.

Von allen Campern gibt es einen Blick auf die Elbe

In Eigenarbeit wurden die zehn Campingwagen seit November umgestaltet, Polster neu bezogen, Wände gestrichen, die Außenfassaden in hellblau, pink oder mintgrün beklebt. Und jetzt geht es los: Für 25 Euro pro Nacht und Person können die Camper gemietet werden. Der Elbblick vor dem Wohnwagenfenster ist dabei inklusive: „Wir haben alle Camper so positioniert, dass man von allen auf die Elbe schauen kann“ sagt Tanja Matthies.

Weitere Infos und Kontakt gibt es im Internet unter www.elbeglamping.de.