Erlebnisgarten Hamburg

In „Bullerbü“-Kulisse wird bald wieder fleißig geerntet

Foto: Lena Diekmann / BGZ

Kirchwerder. Auf dem Krauel kann bald wieder Gemüse selbst geerntet werden. Susanne Drengemann und Peter Kreipe laden Sonntag zum Infotag

Kirchwerder.  . Auf der grünen Wiese grasen zwei Shetland-Ponys, kleine Mini-Lämmchen hüpfen aufmüpfig um ihre Ziegenmütter herum, daneben zeugt die schwarze Asche der Feuerstelle noch von vielen lauschigen Abenden der vergangenen Saison: „Viele haben uns schon gesagt, dass es hier so idyllisch ist wie in Bullerbü“, sagt Susanne Drengemann.

Natur erfahren und Menschen begegnen

Der Vergleich zum schwedischen Ort in Astrid Lindgrens beliebter Kinderbuchreihe gefällt der 42-Jährigen. Immerhin haben sie und ihr Partner Peter Kreipe (48) mit ihrem Erlebnisgarten auf dem Krauel einen Ort geschaffen, an dem Menschen nicht nur die Natur erfahren, sondern sich auch begegnen können. Im Mai beginnt im Erlebnisgarten die neunte Saison.

Als sie im Jahr 2010 am Kirchwerder Maschbahndamm starteten, war das Konzept der „Gemüse-Selbst-Ernte“ in Hamburg noch ganz neu. Mittlerweile ist das Angebot, bei dem von Mai bis Mitte Oktober eine mit knapp 30 Gemüsesorten bepflanzte Parzelle gemietet, gepflegt und abgeerntet werden kann, etabliert. „Wir haben viele Stammkunden. 75 Prozent kommen in jedem Jahr wieder“, sagt Gärtnermeister Peter Kreipe.

Wo aus Fremden Gärtner-WGs werden

Darunter sind einige Hobbygärtner aus dem Bezirk Bergedorf – aber auch aus Ecken der Stadt, wo das Paar auf Märkten seine Blumen, Kräuter und Gemüsejungpflanzen verkauft, wie Ottensen, Goldbekufer oder Blankenese. Familien greifen dann ebenso zu Spaten und Hacke, wie Freundesgruppen oder Alleinstehende. „Selbst Fremde haben sich hier schon zu Gärtner-WGs zusammengefunden“, erzählt Susanne Drengemann.

Auf 5000 Quadratmetern gibt es Platz für 70 Parzellen, ob 85 oder 45 Quadratmeter groß. Seit dem vergangenen Jahr gibt es auch die Mini-Parzelle mit 21 Quadratmetern. „Das kommt total gut an. Der Trend der Zeit ist eben, dass die Leute viel um die Ohren haben, da reicht ihnen eine kleine Parzelle aus“, sagt Susanne Drengemann. Die Kosten liegen zwischen 140 und 340 Euro, je nach Größe und ob Bewässerung gebucht wird.

Schwierigste Saison liegt hinter ihnen

Die war im vergangenen Jahr allerdings gar nicht notwendig. Bei den großen Niederschlagsmengen war es auch im Erlebnisgarten die bisher schwierigste Saison, bestätigt Peter Kreipe. „Aber das ist eben Natur, die kann man nicht steuern“, sagt Susanne Drengemann und blickt positiv in die Zukunft: „Kürzlich hatten wir richtig schöne Wintertage. Also hoffen wir auch auf einen schönen Sommer“, sagt die 42-Jährige.

Wer den Erlebnisgarten Hamburg kennenlernen möchte, der hat am Sonntag, 18. März, Gelegenheit dazu. In der Zeit von 14 bis 16 Uhr laden Susanne Drengemann und Peter Kreipe an den Kirchwerder Marschbahndamm 289, informieren dort über ihr Konzept und Konditionen. Kontakt und Infos gibt es im Internet unter www.erlebnisgarten-hamburg.de.