Fünfhausen.

Holpriger Weg zur Sanierung des Durchdeichs

Strassenbau Arbeiten sollen im Sommer starten, bis dahin muss noch viel geklärt werden

Fünfhausen.  In fünf Monaten soll es losgehen: Der Durchdeich soll seine lang ersehnte Frischekur bekommen. Auf 1,5 Kilometern Länge vom Lauweg bis Heinrich-Osterath-Straße soll die Straße ab den Sommerferien saniert werden. Daran halten die Planer nach wie vor fest. Dass die Planung allerdings so holprig sein würde, damit hatte keiner gerechnet: „Wie schwierig es ist, hat sich erst in der Bearbeitung gezeigt“, sagt Lars Rosinski, im Bezirksamt zuständig für den Straßenbau.

Stefan Osternack von der Ingenieurgesellschaft Lehne stellte im Regionalausschuss den aktuellen Planungsstand vor. Der sei aber keinesfalls in Stein gemeißelt: „Es sind Vorüberlegungen, die als Diskussionsgrundlage dienen sollen“, betonte Osternack.

Denn auf der Straße, die die Planer in drei Abschnitte unterteilt haben, gibt es noch einiges abzustimmen. Abschnitt 1 (Höhe Sandbrack, Lauweg bis Hausnummer 127): Auf dem 780 Meter langen Abschnitt der Straße ist die Fahrbahn mit 5,40 Meter sehr schmal, auch der Gehweg hat nur bis zu 1,55 Meter. Die Regelbreite für die Fahrbahn wäre 6,35 Meter (zwei Lastwagen mit genügend Abstand können sich begegnen), die Breite des Gehwegs 2,65 Meter. Eine Verbreiterung der Straße ist aber keineswegs so einfach möglich, wird sie auf der einen Seite durch Hecken, Zäune und Häuser begrenzt, auf der anderen Seite von Bäumen und dem Sandbrack. Da es sich hierbei um ein Biotop handelt, müssen die Arbeiten mit der Umweltbehörde abgestimmt werden. Vor allem für die Entwässerung der Straße, die bisher komplett in das Brack läuft, bedarf es einer intensiven Abstimmung. Und auch wenn die Planer mit einer geringerer Fahrbahn- und Gehwegbreiten rechnen, muss trotzdem Fläche gekauft werde, auch Bäume könnten fallen.

Abschnitt 2 (Hausnummer 127 und Hausnummer 176): Auf dem 520 Metern macht den Planern ebenfalls die Entwässerung zu schaffen: „Die vorhandenen Leitungen sind total hinüber“, sagt Osternack. Der Gehweg sollte hier mindestens 1,50 Meter Breite haben, um den Weg zur Grundschule sicher zu gestalten. Da die Straße aber auf beiden Seiten bebaut ist, seien auch Gehwege auf beiden Seiten notwendig, was auf der beengten Fläche wiederum wenig Spielraum für die Planer lässt.

Abschnitt 3 (H.nummer 176 bis Heinrich-Osterath-Straße): Auf den 270 Metern könnte der Seitenstreifen punktuell befestigt werden, damit Lkw sich begegnen können.

Bei den vielen offenen Fragen äußerte Harald Martens (SPD) seine Zweifel, ob der angepeilte Baustart in den Sommerferien tatsächlich zu realisieren sei. „Die nächsten vier Wochen sind entscheidend“, sagte Lars Rosinski. In der Zeit wollen die Planer noch einmal intensiv mit Politik und Anwohnern ins Gespräch kommen. „Man muss hier gemeinsam zu einer Lösung kommen“, betonte Stefan Osternack. In der nächsten Sitzung des Regionalausschusses (13. März) sollen dann konkrete Schritte präsentiert werden.