Wutzrock

Das war ein rundum tolles Festivalvergnügen

Am Wutzrock-Sonnabend drängen sich während des Auftritts der Berliner Elektropunkband Egotronic mehrere Tausend Besucher vor der Hauptbühne.

Am Wutzrock-Sonnabend drängen sich während des Auftritts der Berliner Elektropunkband Egotronic mehrere Tausend Besucher vor der Hauptbühne.

Foto: Thomas Heyen

Allermöhe. Knapp 17 000 Besucher feiern ausgelassen die 39. Ausgabe des Spektakels am Eichbaumsee. Die Polizei lobt den friedlichen Verlauf.

Allermöhe.  Den Organisatoren des Wutzrock-Festivals können die Besucher ein Kompliment machen: Dafür, dass niemand Eintritt zahlen musste, um sich am Eichbaumsee drei Tage lang zu vergnügen, wurde ein bemerkenswertes Rundum-sorglos-Paket geboten. Etliche Besucher nutzten den Bus-Shuttle-Service zwischen dem S-Bahnhof Mittlerer Landweg und dem Festivalgelände. Dort hatten Hunderte Musikfreunde ihre Zelte aufgebaut und ihre Wohnwagen abgestellt. Auf zwei Bühnen gaben Punk-, Rock- und Hip-Hop-Bands alles – gut sichtbar auch für die Besucher in den hinteren Reihen. Denn das Geschehen auf der Bühne wurde auf eine Videoleinwand übertragen.

Nur 1500 Besucher am Sonntag

Die Polizei schätzt, dass am Freitag 5000 Besucher dabei waren, am Sonnabend sollen es doppelt so viele gewesen sein. Die Organisatoren des „Umsonst & draußen“-Spektakels schätzen, dass es an beiden Tagen weit weniger Besucher waren. „Gestern waren vielleicht noch 1500 Menschen auf dem Gelände. Das Wetter war am Sonntag einfach zu schlecht“, sagt Sprecherin Sabine Vielhaben. „Auch bei dem letzten Hauptact, der niederländischen Ska-Band Bazzookas, war es vor der Bühne leider ziemlich leer.“ Das sah besonders am Sonnabend ganz anders aus: Gruppen wie Egotronic, Adam Angst und Feine Sahne Fischfilet schauten von der Hauptbühne aus auf ein Menschenmeer.

Beamte angefeindet

Die Organisatoren sind zufrieden, auch die Polizei ordnet den Gesamtverlauf als friedlich ein. Allerdings habe es neben einer Prügelei mit zwei Beteiligten auch Besucher gegeben, die Polizeibeamte angefeindet hätten. Deshalb seien Einsatzkräfte dazu beordert worden. An einem Streifenwagen wurden Scheibenwischer beschädigt.

Außerdem brannte auf dem Parkplatz P2 am Freitag gegen 23 Uhr ein Smart aus. Für die Löscharbeiten wurde der Moorfleeter Deich komplett gesperrt. Ob es einen Zusammenhang zu Wutzrock gibt, ist unklar. Die Kriminalpolizei ermittelt.