Festival

Durstige Gäste bei Wutzrock dringend erwünscht

Eine Aufnahme vom vergangenen Jahr: Die Gruppe Antilopen Gang rappt inmitten des Publikums.

Eine Aufnahme vom vergangenen Jahr: Die Gruppe Antilopen Gang rappt inmitten des Publikums.

Foto: Wutzrock/Galactic Entertainment

Allermöhe. Mitte Juli wird drei Tage lang unter freiem Himmel gefeiert. Die Organisatoren brauchen Sonne und hohen Umsatz.

Allermöhe.  Sehr bald schon wird am Eichbaumsee die Sau rausgelassen: Wutzrock wird in diesem Jahr bereits im Juli gefeiert, von Freitag, 14., bis Sonntag, 16 – parallel zum Bergedorfer Stadtfest. Das Programm bestreiten Bands wie Monsters Of Liedermaching, Bazzookas, Messer oder Fuck Art, Let’s Dance!. Die Vorbereitungen für das 39. Open-Air-Spektakel laufen auf Hochtouren.

„Wir haben diesmal keinen Termin im August bekommen“, sagt Mit-Organisatorin Marianne Weis (55). Die Wutzrocker sprechen den Termin für das Festival jährlich mit dem Bergedorfer Bezirksamt ab. Das Bezirksamt hält wiederum Rücksprache mit dem Ruderverband, dessen Regattazentrum sich in direkter Nachbarschaft zu dem Festivalgelände am Eichbaumsee befindet. „Ein alternativer Termin wäre Ende September gewesen, aber das war uns zu spät“, sagt Marianne Weis. Für die 40. Ausgabe in 2018 konnten sich die Wutzrocker schon vormerken lassen: „Geplant ist dann wieder ein Festival im August, vom 10. bis zum 12.“

2016 „ein geringes Minus“ gemacht

Im vergangenen Jahr lockte Wutzrock nur etwa 3000 Gäste, die dem Regen trotzten. Dadurch entstand in der Wutzrock-Kasse „ein geringes Minus“, berichtet Marianne Weis. Die sogenannte Anschubfinanzierung für das diesjährige Spektakel sei aber ohne Probleme aufgebracht worden, dank des guten Wetters und der hohen Besucherzahlen bei den vorvergangenen Festival-Ausgaben. „Dieses Jahr brauchen wir aber dringend wieder Sonnenschein und durstige Besucher, nicht nur an den Bierständen, sondern auch im Café-Bereich“, sagt die Mit-Organisatorin. Denn das „Umsonst und draußen“-Spektakel wird maßgeblich durch den Verkauf von Getränken finanziert. Deshalb dürfen keine Drinks mitgebracht werden.

Im Café-Zelt werden neben Kaffee und Kuchen auch Snacks und belegte Brötchen verkauft. Der Erlös kommt zu 100 Prozent Wutzrock zugute. Die übrigen Getränke- und Futterbuden werden von externen Gastronomen betrieben, die Standgebühren in die Wutzrock-Kasse zahlen. „Wir haben mehr Interessenten als Platz“, sagt Marianne Weis. „Das sieht bei den Initiativen, die an ihren Ständen etwa über Menschenrechte oder Tierschutz informieren, ähnlich aus.“

Chillen auf der „Schaluppe“

Erstmals gibt es eine Chill-Out-Area auf dem Wasser: Auf der „Schaluppe“, einem umgebauten, zweistöckigen Katamaran können die Besucher relaxen und Getränke genießen.

Damit die Besucher sich wohl und sicher fühlen, ist der Einsatz von mehr als 300 Ehrenamtlichen erforderlich. Sie engagieren sich in Bereichen wie dem Café und an den Bierständen, kochen für die Mitarbeiter und Musiker, sind als Sicherheitskräfte auf dem Gelände unterwegs, bauen die Wutzrock-Stadt auf und ab. „Wir suchen noch Helfer“, sagt die 55-Jährige. Vor allem für den Abbau der beiden Bühnen und der Wutzrock-Zelte am Sonntagabend suchen die Organisatoren dringend Verstärkung.

30 Ehrenamtliche organisieren ganzjährig

Der harte Kern der Wutzrocker besteht aus rund 30 Ehrenamtlichen, die das ganz Jahr über mit der Organisation des Festivals beschäftigt sind. Marianne Weis gehört seit 20 Jahren dazu. Sie arbeitet mit an dem Festival-Guide, der während des Open-Air-Festes am Infostand erhältlich ist und viele nützliche Infos für die Besucher parat hat. Außerdem ist die Bergedorferin Mitglied der Küchen-Crew, die die Helfer und Musiker mit leckeren Speisen versorgt. „Das ist eine Menge Arbeit, umfasst unter anderem Planung, Einkauf, Vorbereitung und natürlich das Kochen.“

Wer helfen möchte, erreicht die Organisatoren per E-Mail über die Internetseite www.wutzrock.de. Außerdem können alle Interessierten zu einem Helfertreffen erscheinen, das am Sonntag, 2. Juli, 16 Uhr, im Café Flop an der Wentorfer Straße 26 ist.

Shuttle-Bus auch am Sonntag

Zwischen dem S-Bahnhof Mittlerer Landweg und der Bushaltestelle Eichbaumsee (Festivalgelände) pendelt ein Shuttle-Bus. Wer mitfahren möchte, benötigt ein HVV-Ticket. Am Festival-Freitag und -Sonnabend startet der Bus zwischen 18.41 und 22.11 Uhr im 20-Minuten-Takt am Mittleren Landweg, danach bis 00.11 Uhr im Zehn-Minuten-Takt. Zurück geht’s dann zwischen 18.53 und 22.24 Uhr alle 20 Minuten und dann bis 00.34 Uhr im Zehn-Minuten-Rhythmus. Zum ersten Mal wird auch am Wutzrock-Sonntag ein Shuttle-Bus eingesetzt – für die Rückfahrt zum S-Bahnhof. Er startet ab 16.04 Uhr alle 30 Minuten. Die letzte Tour ist um 21.14 Uhr.