Allermöhe

Partner aus der Nachbarschaft

Dachser Food Logistics kooperiert mit der Stadtteilschule Lohbrügge

Allermöhe.  Nur wenige S-Bahn-Stationen liegen zwischen der Stadtteilschule Lohbrügge (GSL) und dem Gewerbegebiet Allermöhe. Doch welche Vielfalt potenzieller Arbeitgeber dort ihren Sitz hat, ist vielen Schülern gar nicht bekannt. Das wollen Schulleitung und Kollegium nun ändern – und haben dafür einen starken Partner an ihrer Seite: Die Dachser Food Logistics und die GSL haben eine Kooperation vereinbart.

„Dienstleistung findet hier in unserer Nachbarschaft statt. Und da wollen wir gern mitspielen“, sagt Schulleiter Thorsten Schumacher. Für den Hamburger Standort von Dachser Food Logistics ist es die erste Kooperation mit einer Schule. „Wir freuen uns, einen guten Partner gefunden zu haben“, sagt Antje Steffens, Leiterin der Personalabteilung. General Manager Ralf Hansen sieht in der Kooperation vor allem die Chance, das Image der Logistikbranche zu verbessern. Viele würden damit nur Kartons packen und Lkw-Fahrten verbinden. „Wie viel aber ein Fahrer leistet und welch aufwendige IT dahintersteckt, ist meist unbekannt“, sagt er.

Yvonne Benthien durfte im Juli erfahren, wie ausgeklügelt die Logistik bei Dachser funktioniert: Eine Woche lang tauschte die Lehrerin das Klassenzimmer mit dem Unternehmen am Rungedamm und mischte sich unter die gut 200 Mitarbeiter, darunter 25 Auszubildende und zwei duale Studenten. Sie durfte einen Blick in das 3,4 Grad kalte Lager werfen, in dem pro Tag gut 5000 Paletten mit „plusgradig geführten Lebensmitteln“ umgeschlagen werden, bei einer Ausliefertour im Lkw mitfahren, arbeitete im Service und Verkauf. „Die Woche war sehr lehrreich. Ich habe erlebt, wie Logistik funktioniert, und kann das meinen Schülern mit der Praxiserfahrung ganz anders vermitteln“, sagt Yvonne Benthien.

Noch vor Abschluss des Praktikums formulierte Yvonne Benthien gemeinsam mit Antje Steffens bereits den Wunsch, in Zukunft enger zusammenzuarbeiten. Nur zwei Monate später wird das mit der Unterzeichnung eines Kooperationsabkommens Wirklichkeit. „Ich erwarte ganz viel Positives“, sagt Yvonne Ben­thien. So könnte eine GSL-Schülerfirma künftig bei kleineren Firmenfeiern bei der Organisation mithelfen, hat Dachser bereits intensive Berufsorientierungsgespräche mit der Klasse 10 g geführt und wird sich bei den Berufsorientierungstagen Ende November präsentieren.