Festival

Wutzrock-Spektakel im August

Foto: picture-alliance/ dpa/dpaweb / dpa

Allermöhe. Vom 17. bis zum 19. August wird am Eichbaumsee wieder mit bekannten Bands gefeiert. Nach dem Motto "umsonst und draußen" treten beim 34. Wutzrock-Festival unter anderem "Tito & Tarantula" und "17 Hippies" auf. Die Organisatoren waren das ganze Jahr über mit der Vorbereitung des Festivals beschäftigt.

Für das 34. Wutzrock-Festival am Ufer des Eichbaumsees haben die Organisatoren hervorragende Bands engagiert: Unter anderem spielen bei dem dreitägigen Open-Air-Festival „Tito & Tarantula“ und „17 Hippies“. Gefeiert wird das „Umsonst & draußen“-Spektakel von Freitag, 17., bis Sonntag, 19. August.

Wutzrock, das älteste eintrittsfreie Musikfestival Norddeutschlands, wird wieder Tausende Besucher nach Allermöhe locken. Neben Livemusik auf zwei Bühnen dürfen sie sich auch auf Lesungen, Kleinkunst und ein Kinderfest freuen. In einem Zelt bitten Discjockeys zum Tanz bis in die späte Nacht.

„Tito & Tarantula“ wurden durch ihren Auftritt in Robert Rodriguez’ Kultfilm „From Dusk Till Dawn“ aus dem Jahre 1996 weltberühmt. Die Punkrock- und Rockabillyband aus Los Angeles beschließt das Festival am Sonntag um 17 Uhr auf der „Elb-Bühne“. Die Besucher dürfen sich auf psychedelischen Wüstenrock und Pop freuen.

„17 Hippies“ sind zwölf Vollblutmusiker aus Berlin, die ihre Lieder am liebsten live spielen. Bei Wutzrock treten sie zur besten Zeit am Sonnabend um 22 Uhr auf der „Elb-Bühne“ auf. Die Weltmusik der Gruppe gefällt auch im Ausland: In mehr als 20 Ländern sind die „17 Hippies“ bereits aufgetreten, darunter Australien und Neuseeland. Als Instrumente dienen ihnen Kontrabass, Banjo, Ukulele und Gitarre ebenso wie Geigen, Violoncello, Akkordeon, Klarinette, Trompete und Posaune.

Weitere Höhepunkte bei Wutzrock 2012 versprechen die Auftritte von Bands wie „I-Fire“ und „The Knights“, beide aus Bergedorf, oder der Ska-Combo „The Skatoons“.

In diesem Jahr ist gutes Wetter für die Wutzrocker von besonderer Bedeutung: Nachdem die Festivals in den beiden vergangenen Jahren buchstäblich ins Wasser fielen, ist die Kasse leer. Schlimmer noch: Das Minus beträgt etwa 4000 Euro. Deshalb bitten die Festival-Organisatoren die Besucher um Nachsicht, dass keine „Durstlöscher“ mitgebracht werden dürfen. Denn Wutzrock wird vor allem durch den Verkauf von Getränken finanziert.

Ermöglicht wird das 1979 ins Leben gerufene Festival von einem harten Kern der Wutzrocker, knapp 30 Personen, die das ganze Jahr über mit der Organisation des Spektakels beschäftigt sind. Sie treffen sich das ganze Jahr über im Zwei-Wochen-Rhythmus, arbeiten auch in Kleingruppen. Für den reibungslosen Ablauf des Open Airs sind mehr als 150 Helfer auf dem Gelände im Einsatz, etwa als Küchenhelfer, Ordner, Roadies oder Techniker. Sie alle arbeiten ehrenamtlich.

Um schnell auf sexualisierte Übergriffe reagieren zu können, gibt es eine Notfall-Telefonnummer: Besucher, die sich auf dem Gelände bedroht fühlen, bekommen unter 0163 6377757 Tag und Nacht Hilfe.

Neben „Wutzrock-Stadt“ kann kostenlos campiert werden. Autofahrer reisen über die Autobahn 25 an – Abfahrt Allermöhe. Ausreichend Parkplätze gibt es neben dem Campingplatz. Wer das Auto stehen lassen will, fährt mit der S-Bahn bis zum Bahnhof Mittlerer Landweg. Von dort aus sind es zu Fuß etwa 20 Minuten. Der Weg ist ausgeschildert.

Die Verkehrsbetriebe Hamburg-Holstein setzen Freitag- und Sonnabendabend Shuttlebusse ein. Sie pendeln zwischen dem Bahnhof Mittlerer Landweg und dem Festivalgelände (Autobahnbrücke). Fahrgäste benötigen eine gültige HVV-Karte. Der erste Bus startet an beiden Abenden am Bahnhof um 18.21 Uhr, der letzte um 00.01 Uhr. In die entgegengesetzte Richtung geht es frühestens um 18.33 Uhr und spätestens um 2.35 Uhr.

Weitere Informationen gibt es im Internet unter www.wutzrock.de .