Zollenspieker

Sicherheit steht an erster Stelle

Foto: Thomas Schütt / Schütt

Bergedorf. Der Frühling ist da - und mit ihm die Motorradfahrer. An dem beliebten Biker-Treffpunkt am Zollenspieker wollen Polizei, TÜV, Fahrlehrer und Johanniter zur Informationsveranstaltung für Biker einladen. Ziel ist es, Unfälle zu vermeiden und Risiken bewusst zu machen.

Mit den ersten lauen Frühlingslüften schlüpfen passionierte Motorrad-Fahrer in ihre Lederkombis und setzen sich auf ihre chromblitzenden Maschinen. Ein beliebtes Ziel unter Bikern ist der Anleger Zollenspieker, wo sich an sonnigen Wochenenden Hunderte versammeln. So wählt die Bergedorfer Polizei auch wieder diesen Treffpunkt für ihre erste Informationsveranstaltung der Saison. „Wir bieten Gespräche an“, sagt Nicole von der Heide, Polizeiposten in Zollenspieker, „bei denen es vor allem um den Austausch von Informationen und Erfahrungen geht.“

Neben den Polizeibeamten aus Bergedorf und der Verkehrsstaffel werden am Sonnabend, 21. April, von 11 bis 16 Uhr auch Vertreter des Fahrlehrerverbandes, des TÜV Hanse und der Johanniter-Unfall-Hilfe anwesend sein. Die TÜV-Mitarbeiter bieten an Ort und Stelle Hauptuntersuchungen an, informieren aber ebenso über technische Ein- und Ausbauten an Motorrädern. Nicht alles, was in diesem Bereich möglich ist, ist auch erlaubt. Zudem zeigen sie anhand eines Unfall-Motorrades, welche Kräfte auf ein Zweirad einwirken. Und auf den Fahrer. Davon wissen die Johanniter ein Lied zu singen, wenn sie versuchen, einen lebensgefährlich verletzten Biker zu retten.

Sicherheit auf zwei Rädern steht bei der Informationsveranstaltung an erster Stelle. Aber auch Geschwindigkeit und Lärm werden thematisiert. Dass Rasen auf dem Hauptdeich trotz vermehrter Kontrollen gang und gäbe ist, zeigt die Statistik vom vergangenen Jahr. Der „Spitzenreiter“ war mit Tempo 167 unterwegs – bei erlaubten 60 km/h. Allerdings handelte es sich nicht um einen Biker, sondern um einen Autofahrer. Sie stellen die meisten Temposünder. Und: Die meisten Raser sind Einheimische, die die 32 Kilometer lange Strecke entlang der Elbe gut kennen.

Auch in dieser Saison will die Polizei wieder regelmäßig die Geschwindigkeit messen und Fahrzeuge auf technische Mängel überprüfen – von der einstündigen Lasermessung bis zur Großkontrolle. Wie häufig die Bergedorfer Beamten monatlich ausrücken werden, vermochte Hans-Jürgen Gäth aber nicht zu sagen. „Das hängt von der personellen und materiellen Ausstattung ab – und vom Wetter“, sagt der Leiter der Bergedorfer Verkehrsabteilung. Aber: „Immer wenn wir Kapazitäten frei haben, werden wir auf den Straßen präsent sein.“