Zollenspieker Fährhaus

Ein Haus mit traumhaftem Ausblick

Zollenspieker. Schon der Rohbau der künftigen Vier-Sterne-Herberge lässt erkennen, dass am Zollenspieker Fährhaus ein Hotel der Extraklasse entsteht. Die Eröffnung ist für März 2012 geplant.

Dieser Rohbau beflügelt die Fantasie. Schon auf dem Weg zum Haupteingang bietet sich ein grandioser Blick auf die Elbe – durch das gesamte Gebäude hindurch. Dieses Panorama begleitet den Gast auf Schritt und Tritt durch das Erdgeschoss, dessen 1500 Quadratmeter Grundfläche im Wesentlichen aus einem großen Raum besteht. Hier werden später Foyer, Bar, Lounge, Frühstücksbistro und Veranstaltungsräume nahtlos ineinander übergehen. Bodentiefe Fenster gewähren nicht nur einen Blick auf die Elblandschaft in drei Himmelsrichtungen, sondern fluten den großzügig geschnittenen Raum auch mit Licht.

Oliver Kahle, Geschäftsführer des Zollenspieker Fährhauses und künftiger Betreiber des Vier-Sterne-Hotels, kennt jedes noch so kleine Planungsdetail. Die Vorfreude auf das, was kommen wird, ist ihm anzumerken, wenn er zeigt, wo in der Bar der gläserne Kamin stehen oder wie sich der Tresen um den Fahrstuhl schmiegen wird. Bis dahin gibt es aber noch jede Menge Arbeit für alle Gewerke. „Das Dach ist fertig, 90 Prozent der Fenster sind eingebaut“, sagt Bauleiter Christoph Rindfleisch. „Momentan sind noch die Verputzer am Werk, die Trockenbauer stoßen in Kürze dazu.“ In der nächsten Woche beginnen auch Heizungs- und Sanitärinstallateure sowie Elektriker – überwiegend heimische Betriebe – ihre Arbeit. „Sie werden wohl bis zum Ende des Jahres mit allen Einbauten beschäftigt sein“, schätzt Rindfleisch.

Oliver Kahle hat mittlerweile den 300 Quadratmeter großen Veranstaltungsraum erreicht. Auch hier wirkt alles bis ins letzte Detail durchdacht. Mobile Wände sollen später eine Unterteilung möglich machen, durch eine große Doppeltür auf der Seite der Hotelauffahrt gelangen sogar Fahrzeuge in den Raum. „So können wir ihn bei Bedarf auch als Showroom nutzen“, sagt Kahle. Gegenüber laden die bodentiefen Fenster zum Betreten des Arkadengangs ein, der am Haus verläuft.

Den künftigen Hotelgästen stehen drei Treppen und zwei Fahrstühle zur Verfügung, um sich zwischen Unter- und zweitem Obergeschoss zu bewegen. Schon jetzt ist sicher. Das Atrium über alle vier Etagen wird der Anziehungspunkt sein. In dem Innenhof mit Glasdach wird ein gläserner Fahrstuhl eingebaut, daneben steht bereits die Freitreppe aus anthrazitfarbenem Metall. In den oberen Stockwerken geht’s über eine Brücke zu den Zimmern. Neben der Treppe erstreckt sich auf ganzer Höhe eine Mauer aus historischen Klostersteinen.

Metall, Holz und Glas sind die Materialien, die sich im ganzen Haus wiederfinden. In Erd- und erstem Obergeschoss werden Dielen verlegt, den Kontrast dazu bilden die grauen Metallfenster. Das zweite Geschoss, das etwas zurückversetzt gebaut wurde, umläuft komplett ein Fensterband. Sie sind aus Holz, genauso wie die sichtbaren Deckenbalken in den Zimmern. „Hier werden wir Teppichboden verlegen“, sagt Kahle, „er dämpft den Schall besser.“ Glas wiederum gehört zum Charakteristikum eines jeden Bades – auch bei den 32 Quadratmeter großen Standardzimmern. „Ein Teil der Wände wird aus Glas bestehen, sodass die Gäste auch vom Waschbecken aus auf die Elbe blicken können“, sagt Kahle.