„Wirtshauswiesn“

Münchner Wirte planen Oktoberfest-Ersatz in der Innenstadt

Coronakrise: Welche Veranstaltungen stattfinden könnten

Langsam kehrt die Normalität zurück. Doch um eine neue Ausbreitung zu verhindern, sind Großveranstaltungen noch sehr eingeschränkt. Was stattfinden könnte und was nicht, erfahren Sie im Video.

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Münchner Wirte und Gaststätten wollen sich nicht von Corona „unterkriegen lassen“. Sie planen eine „Wirtshauswiesn“ in der Innenstadt.

München. Wiesnwirte aus München planen eine Miniatur-Version des Oktoberfests. Gaststätten und Wirte wollen am 19. Oktober eine „Wirtshauswiesn“ in der Innenstadt mit Wiesnbier, Brezen, Hendl und Haxn ausrichten. An diesem Tag sollte ursprünglich das diesjährige Oktoberfest starten, das wegen der Corona-Krise aber abgesagt wurde.

Diese „Wirtshauswiesn“ knüpfe an die Ursprünge der Wiesn vor gut 200 Jahren an, sagt der Sprecher der Münchner Innenstadtwirte, Gregor Lemke. „Als 1810 die erste Wiesn stattgefunden hat, gab es keine Zelte. Es gab nicht diese Verpflegungsmöglichkeiten auf der Theresienwiese. Die Menschen sind danach in die Stadt gezogen, in die Wirtshäuser. Da haben wir eine Analogie zur Wirtshauswiesn.“

Mini-Version des Oktoberfests: Wirte wollen sich „nicht unterkriegen lassen“

Es gehe darum zu zeigen, „dass wir uns nicht unterkriegen lassen“ – und dass ein bisschen das Gefühl entsteht: Jetzt ist Oktoberfestzeit. Die Marke Wirtshauswiesn ist schon geschützt. An der Umsetzung wird noch getüftelt. „Wir sind noch in der Findungsphase“, sagt Lemke. „Die politischen Vorgaben für die Corona-Krise, die Ende September greifen werden, kennen wir noch nicht.“

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Partystimmung mit Tanzen auf den Bänken wird es sicher nicht geben – schlechte Karten für Flirtwillige. Vorgabe: Abstand, Maske – Tracht. Ein Stammgast habe gesagt, er werde sich zur Wiesn mit einem Kasten Bier auf die Theresienwiese setzen. „Da haben wir – und auch die anderen Kollegen – zu den Stammgästen gesagt: Kommt doch zu uns“, sagt der zweite Wiesnwirtesprecher Christian Schottenhamel.

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Schottenhamel will die Zeiten anpassen an die der Wiesnzelte, dort spielt bis 22.30 Uhr Musik. Die Gaststätte am Nockherberg kommt unter Corona-Vorgaben allerdings nicht einmal auf zehn Prozent der Plätze im Zelt. Dort wären es 9500, am Nockherberg sind es rund 800. (mbr/dpa)

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