Mobilität

Hersteller stellt Segway-Produktion ein – kaum Einnahmen

Polizeibeamte fahren Streife am Flughafen Düsseldorf.

Polizeibeamte fahren Streife am Flughafen Düsseldorf.

Foto: imago stock&people

Es sollte die Mobilität revolutionieren. Geklappt hat es offensichtlich nicht. Das „Segway PT“ wird nur noch bis 15. Juli produziert.

Berlin. Bei Touristen auf Stadtführung und bei Polizisten war es lange beliebt, nun wird die Produktion des sogenannten „Segway PT“ – dem selbstbalancierenden E-Zweirad – am 15. Juli eingestellt. Das teilte das US-Unternehmen Segway der Nachrichtenagentur AP mit.

Mit dem Fahrzeug wollte das Unternehmen einst die Mobilität revolutionieren. Laut Segway-Präsidentin Judy Cai soll der „Segway PT“ sich in den ersten zehn Jahren zu einem effektiven Fahrzeug entwickelt haben. 2019 seien allerdings weniger als 1,5 Prozent aller Einnahmen mit dem Gefährt gemacht worden. 21 Mitarbeitern der Produktionsstätte in New Hampshire soll gekündigt werden.

Segway PT: Immer wieder Unfälle

Die versprochene Revolution war nie richtig in Gang gekommen. Dazu beigetragen haben wohl auch einige Unfälle mit dem Segway. 2010 starb beispielsweise der Segway-Chef Jimi Heselden, nachdem er mit dem Segway über eine Klippe stürzte. 2015 überfuhr ein mit einem Segway fahrender Kameramann den Sportler Usain Bolt, nachdem er das 200-Meter-Rennen in Peking gewonnen hatte. Bolt wurde allerdings nicht verletzt.

Inzwischen haben E-Scooter die Segways vielerorts ersetzt. Datenschützer hatten vergangenes Jahr allerdings schwere Vorwürfe gegen die Verleiher erhoben. Und der vergangene Winter bedeutete für sie eine Bewährungsprobe. Wer betrunken E-Scooter fährt, kann übrigens den Führerschein verlieren. (jb)