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Corona-Krise: Paypal startet kontaktlose Zahlung per QR-Code

Auch der Zahlungsdienstleister Paypal bietet nun eine Methode für kontaktloses Bezahlen im Einzelhandel oder in der Gastronomie.

Auch der Zahlungsdienstleister Paypal bietet nun eine Methode für kontaktloses Bezahlen im Einzelhandel oder in der Gastronomie.

Foto: Tim Brakemeier / dpa

Der Zahlungsdienstleister Paypal will in der Corona-Krise eine Möglichkeit zum kontaktlosen Bezahlen in kleinen Geschäften anbieten.

Berlin. Immer mehr Menschen bezahlen ihre Einkäufe in der Corona-Krise kontaktlos mit Girocard oder Smartphone. Ohne Bargeld sinkt das Infektionsrisiko. Diesen Trend greift jetzt auch der Zahlungsdienstleister Paypal auf. Das Unternehmen will ab sofort Zahlungen per QR-Code ermöglichen. Damit sollen vor allem kleinere Händler und Gastronomen eine einfache Möglichkeit zum kontaktlosen Bezahlen erhalten, teilte Paypal unserer Redaktion mit.

Händler müssen sich für das Empfangen von Zahlungen einen QR-Code ausdrucken. Kunden scannen diesen mit ihrem Smartphone, geben in der Paypal-App den fälligen Betrag ein und schließen die Zahlung ab. Für Händler soll dieses Verfahren bis zum 13. September kostenlos sein.

Corona-Krise: Kontaktloses Zahlen boomt

In der Corona-Krise boomt das kontaktlose Bezahlen. Dabei müssen Kunden ihre Girocard nicht in ein Lesegerät stecken und ihre Geheimzahl eingeben. Nach Angaben des Deutschen Sparkassen- und Giroverbands stieg der Anteil von Zahlungen mit der Girocard ohne Pin-Eingabe im März auf den Rekordwert von 52,2 Prozent. Ein Jahr zuvor waren es erst 27,5 Prozent. 75 Millionen der rund 100 Millionen Girocards in Deutschland erlauben diese Funktion.

Auch die Deutsche Bank hatte kürzlich ein neues System zum kontaktlosen Bezahlen vorgestellt, dass kontaktloses Bezahlen in kleinen Geschäften verbreiten soll, etwa beim Metzger, Bäcker oder am Kiosk. Das dafür nötige Terminal soll Händler 1,50 Euro im Monat kosten.

Corona-Ansteckungsrisiko ohne Bargeld verringern

Die Deutsche Kreditwirtschaft hat ähnliche Zahlen ermittelt – und das Limit bis Herbst von 25 auf 50 Euro je Bezahlvorgang angehoben. Viele Geschäfte bitten ihre Kunden in der Corona-Krise, auf diese Weise zu bezahlen, um das Ansteckungsrisiko zu minimieren.

Nach einer Umfrage der Bundesbank haben im März rund 25 Prozent der Menschen in Deutschland ihr Zahlungsverhalten verändert, im April waren es sogar 43 Prozent.

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