Abgasskandal

Volkswagen schließt Vergleich mit 200.000 Dieselfahrern

Bis zu 6257 Euro für VW-Kunden im Dieselskandal

Die Einigung von Volkswagen und Verbraucherzentrale Bundesverband (vzbv) im Dieselstreit sieht auch weiterhin ein Vergleichsangebot des Autobauers in Höhe von insgesamt 830 Millionen Euro vor. Kunden, die sich beim Bundesamt für Justiz in das Klageregister eingetragen haben, bietet VW eine Einmalzahlung an.

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Im Dieselskandal haben sich 200.000 VW-Kunden und der Konzern auf einen Vergleich geeinigt. Volkswagen verlängerte eine wichtige Frist.

Wolfsburg. Der Autobauer Volkswagen hat sich im Abgasskandal mit rund 200.000 Dieselfahrern auf einen Vergleich geeinigt. Volkswagen zufolge werden insgesamt mindestens 620 Millionen Euro ausgezahlt. Das teilte der Konzern am Montag mit.

Pro Halter werden – je nach Fahrzeugtyp und Modelljahr – Beträge von mindestens 1350 Euro bis maximal 6257 Euro überwiesen. Die Gelder sollen ab dem 5. Mai fließen. Das sind die nächsten Schritte für VW-Kunden.

Dieselfahrer hatten sich Musterfeststellungsklage angeschlossen

Der Autokonzern hatte sich Anfang des Jahres mit dem Bundesverband der Verbraucherzentralen (vzbv) auf den Vergleich verständigt. Die Einigung sieht vor, dass vom Dieselskandal betroffene Verbraucher Schadenersatz für den Wertverlust ihrer Fahrzeuge bekommen. Der Kompromiss gilt allerdings nur für diejenigen Dieselfahrer, die sich der sogenannten Musterfeststellungsklage angeschlossen hatten.

„Die hohe Zahl der heute geschlossenen Vergleiche“ zeige, dass das Angebot von Volkswagen von Verbraucherseite „als fair empfunden wurde“, erklärte Hiltrud Werner, Vorstand Integrität und Recht beim Autobauer.

21.000 Vergleichsfälle sind noch offen

Noch nicht vollständig bearbeitet sind laut Volkswagen 21.000 Vergleichsfälle. Sie sollen aber in den nächsten Tagen abgeschlossen werden. Für Kunden, die auf dem Vergleichsportal registriert sind, aber noch nicht alle erforderlichen Unterlagen hochgeladen haben, verlängerte der Wolfsburger Konzern die Frist bis zum 30. April. (AFP/dpa/jha)