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Klimapaket: ADAC drängt auf Klarheit bei der Kfz-Steuer

Für Neuwagen soll die Kfz-Steuer künftig neu berechnet werden.

Für Neuwagen soll die Kfz-Steuer künftig neu berechnet werden.

Foto: Raphael Knipping / dpa

Nach dem Klimapaket der Bundesregierung steht eine Reform der Kraftfahrzeugsteuer aus. Der ADAC fordert eine schnelle Umsetzung.

Berlin. 

  • Das Klimapaket wird Autofahren deutlich teurer machen, bis 2025 soll der Spritpreis bis zu 17 Cent pro Liter steigen
  • Die Reform der Kraftfahrzeugsteuer wird fällig, die zukünftige Abgabe ist aber noch nicht geregelt
  • Der ADAC will die Höhe der Kfz-Steuer an CO2-Ausstoß koppeln – und warnt vor Missbrauch

Nachdem die Bundesregierung ihr Klimapaket auf den Weg gebracht hat, fordert der Automobilclub ADAC eine schnelle Umsetzung der darin enthaltenen Reform der Kraftfahrzeugsteuer: „Nach der Einigung auf CO2-Preis und Pendlerpauschale, muss nun auch Klarheit bei der Reform der Kfz-Steuer geschaffen werden“, sagte Vizepräsident Gerhard Hillebrand unserer Redaktion.

Das Klimapaket wird das Autofahren deutlich teurer machen – die Preise für Benzin und Diesel steigen ab dem Jahr 2021 schrittweise um zunächst sieben Cent pro Liter. Ab 2025 soll der Aufschlag schließlich bis zu 17 Cent betragen. Im Gegenzug steigt die Pendlerpauschale für Arbeitnehmer, die täglich besonders lange Strecken zur Arbeit fahren.

ADAC will Anreiz für den Kauf sparsamerer Modelle schaffen

Darüber hinaus wird eine Reform der Kfz-Steuer fällig, die jeder Fahrzeugbesitzer einmal im Jahr entrichten muss. Wie hoch die Angabe künftig ausfallen wird, ist von der Bundesregierung jedoch noch nicht geregelt geworden. Die Verbraucher bräuchten nun schnell Planungssicherheit, so der ADAC.

Der Automobilclub spricht sich dafür aus, die Höhe der Kfz-Steuer für neue Fahrzeuge ausschließlich am CO2-Ausstoß zu bemessen. „Dadurch kann ein Anreiz geschaffen werden, beim Autokauf stärker auf den Treibhausausstoß zu achten und sparsamere Modelle auszuwählen“, sagte Hillebrand.

ADAC: Bund sollte keine höheren Einnahmen generieren

Der Vizepräsident des ADAC warnte jedoch davor, die Reform der Kfz-Steuer für zusätzliche Einnahmen zu nutzen: „Die Reform der Kfz-Steuer muss aufkommensneutral gestaltet werden“, betonte Hillebrand. Weitere Belastungen für die Autofahrer seien angesichts der Klimabeschlüsse nicht hinnehmbar. Was die Einigung auf ein Klimapaket für Verbraucher bedeutet, lesen Sie hier.

Seit September 2018 wird die Kraftfahrzeugsteuer für neu zugelassene Autos nach dem Hubraum und dem CO2-Ausstoß ermittelt. Der Ausstoß des klimaschädlichen Kohlendioxids wird seitdem nicht mehr nach dem NEFZ-Prüfzyklus ermittelt, sondern nach dem neueren WLTP-Verfahren. Dieser orientiert sich näher am tatsächlichen Fahrverhalten als der vorherige Test.