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Jede zweite Bank hat 2019 die Kontogebühren erhöht

Viele Sparkassen und Banken haben 2019 ihre Kontogebühren erhöht. Foto:

Viele Sparkassen und Banken haben 2019 ihre Kontogebühren erhöht. Foto:

Foto: Ole Spata / dpa

Ob Banken oder Sparkassen: Viele Geldinstitute bitten ihre Kunden immer stärker zur Kasse. Was Kunden nun für ihr Konto zahlen müssen.

Berlin. Ob Banken, Volksbanken oder Sparkassen: Viele Geldinstitute bitten ihre Kunden immer stärker zur Kasse. 642 von knapp 1300 Instituten haben in diesem Jahr ihre Kontogebühren erhöht - und damit fast jedes weites Kreditinstitut. Dies geht aus einer aktuellen Untersuchung des Finanzportals Biallo hervor, das dieser Redaktion vorliegt.

Am stärksten haben sich Online-Konten verteuert. Monatlich zahlen Kunden durchschnittlich jetzt 3,63 Euro für die Nutzung - vorher waren es 2,73 Euro. Bei Filialbanken müssen die Kunden jetzt 4,39 Euro im Monat bezahlen - im Vorjahr waren es 4,19 Euro. Premiumkonten, bei denen der Monatspreis die Girocard, Buchungen und Bargeldabhebungen enthalten, verteuerten sich um 51 Cent auf 9,93 Euro.

Bei Sparkassen gibt es bundesweit keine kostenlosen Konten mehr

Vom nächsten Jahr an wird es bundesweit keine Sparkasse mehr geben, die ein kostenloses Konto anbietet, heißt es in der Studie. Die letzte verbliebene Sparkasse, die kostenlose Konten angeboten hatte – die Stadt- und Kreissparkasse Erlangen – verlangt für ihr „direkt Giro“ dann monatlich 3,95 Euro.

Günstige Alternativen gibt es bei einige Banken: So bieten rund 100 regionale und überregionale Banken Konten ohne monatliche Grundgebühr an. Zwei Volks- und Raiffeisenbanken offerieren ihre gebührenfreien Online-Konten künftig auch bundesweit: Bei der Raiffeisenbank Hochtaunus, die mit der Marke „Meine Bank“ am Markt ist, sind dabei sogar 52 Bargeld-Abhebungen weltweit mit der kostenlosen Mastercard im Girokonto-Paket enthalten. Die VR-Bank Bad Salzungen Schmalkalden verlangt weder eine Monatspauschale, noch irgendwelche Kosten für Online-Buchungen oder die Girocard.

Geldinstitute bitten ihre Kunden zur Kasse

Banken und Sparkassen versuchen die fehlenden Einnahmen durch die ezb-entscheidung- das bedeuten die strafzinsen für sparer Niedrigzinspolitik der Europäische Zentralbank durch immer neue Gebühren zu kompensieren. Mittlerweile müssen insbesondere wohlhabendere Kunden bereits Negativzinsen für ihre Spareinlagen bezahlen. Gleichzeitig werden für Dispozinsen hohe Sätze verlangt. Und warum Nullzinskredite, die oft Händler oft zur Finanzierung anbieten, häufig Kostenfallen sind, erklären Verbraucherschützer.