Superschneller Datenfunk

Qualcomm erwartet ersten Sprung beim 5G-Geschäft

Der kalifornische Chiphersteller Qualcomm auf der Elektronikmesse CES.

Der kalifornische Chiphersteller Qualcomm auf der Elektronikmesse CES.

Foto: dpa

Bisher sind nur wenige Smartphones für den neuen 5G-Datenfunk auf dem Markt. Der Chiplieferant Qualcomm geht davon aus, dass sich das im kommenden Jahr ändert.

San Diego. Der Chipkonzern Qualcomm rechnet für das kommende Jahr mit dem ersten großen Schub beim superschnellen 5G-Datenfunk. In seinem noch bis Ende September 2020 laufenden Geschäftsjahr will das US-Unternehmen zwischen 175 Millionen und 225 Millionen 5G-Chips absetzen.

Für dieses Kalenderjahr geht die Marktforschungsfirma Gartner unterdessen von nur rund 15 Millionen verkauften 5G-Smartphones aus - bei etwa 1,5 Milliarden Computer-Handys insgesamt. Für kommendes Jahr wird unter anderem das erste 5G-taugliche iPhone erwartet, nachdem Apple seinen langen Patentstreit mit Qualcomm beigelegt hatte. Die Einigung bracht Qualcomm eine Zahlung von rund 4,5 Milliarden Dollar und ein mehrjährige Liefervereinbarung.

Im vergangenen Quartal konnte Qualcomm weiter seine Probleme überwinden, die unter anderem durch den Streit mit Apple und andere Konflikte entstanden waren. Der Umsatz schrumpfte zwar im Jahresvergleich um 17 Prozent auf 4,8 Milliarden Dollar, übertraf damit aber die Erwartungen der Analysten. Unterm Strich gab es einen Gewinn von 500 Millionen Dollar nach roten Zahlen in gleicher Höhe ein Jahr zuvor. Die Aktie legte im frühen US-Handel am Donnerstag zeitweise um mehr als acht Prozent zu.