Handelsstreit

US-Firmen dürfen vorerst weiter Geschäfte mit Huawei machen

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Foto: THOMAS PETER / Reuters

Die US-Regierung verlängert die Erlaubnis für Geschäfte mit Chinas Smartphone-Produzent Huawei. Am Montag war eine Frist abgelaufen.

Washington. Die US-Regierung hat Sorge, dass die Technik des Smartphone-Herstellers Huawei der chinesischen Regierung zur Spionage dienen könnte. Dennoch hat Washington das Handelsverbot für US-Firmen mit Huawei weiter ausgesetzt. Damit dürfen US-amerikanische Firmen weiterhin eingeschränkt Geschäfte mit Huawei machen.

Die auslaufende Frist für eine „temporäre Generallizenz“ werde um 90 Tage zu verlängert, kündigte Handelsminister Wilbur Ross am Montag an. Huawei darf somit weiter Zulieferprodukte von US-Unternehmen kaufen, um bereits bestehenden Kunden zu bedienen.

Fall Huawei belastet Handelsstreit

Ross sagte dem Sender Fox Business Network allerdings auch, zusätzliche 46 Huawei-Ableger würden auf die schwarze Liste der US-Regierung gesetzt. Mit ihnen dürfen US-Firmen nur unter strengen Auflagen Geschäfte machen.

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Hintergrund des Huawei-Konflikts ist der Handelsstreit der US-Regierung mit China. US-Präsident Donald Trump geht in diesem Zusammenhang auch gegen den Netzwerkausrüster vor. Der Konzern weist den Vorwurf der Spionage aber vehement zurück.

Der Fall hat auch die Gespräche im Handelsstreit belastet, in dem sich die USA und China seit Monaten mit Zöllen und Gegenzöllen überziehen. (rtr/sdo)