Mobilität

Immer mehr Ladestationen für E-Autos in Deutschland

Ein Elektroauto des Typs Tesla S lädt an einer Stromtankstelle in Stuttgart.

Ein Elektroauto des Typs Tesla S lädt an einer Stromtankstelle in Stuttgart.

Foto: Lino Mirgeler / dpa

Die Zahl der Ladestationen ist seit Jahresbeginn um 1300 Stromtankplätze gestiegen. Doch Kommunen und Städte beklagen Platzmangel.

Berlin. In Deutschland ist die Zahl der öffentlichen Ladepunkte für E-Autos zu Jahresbeginn deutlich gestiegen. Wie der Bundesverband der Energie- und Wasserwirtschaft (BDEW) am Montag in Berlin mitteilte, kamen in den ersten drei Monaten 1300 solcher Stromtankplätze hinzu, Ende März waren es insgesamt etwa 17.400.

Davon seien etwa 12 Prozent Schnelllader. Mehr als drei Viertel der Ladesäulen werden laut der Angaben von Energieunternehmen betrieben. Einige deutsche Großstädte haben eigene Ausbaupläne, jedoch sind die angestrebten Zahlen immer noch überschaubar.

Für die Kommunen ist es oft schwierig, Flächen für die Ladepunkte zu finden, wie eine Umfrage der Deutschen Presse-Agentur ergab. Zudem sollte die Bundesregierung die Förderung der Stromladenetze vereinfachen, hieß es. Ein dichtes Netz von Ladestationen gilt als Voraussetzung dafür, dass mehr Elektroautos benutzt und gekauft werden.

Katarina Barley will Errichtung von Ladestationen erleichtern

Nach Zahlen des Kraftfahrt-Bundesamtes (KBA) lag 2018 der Bestand an Elektro-Pkw lediglich bei rund 83.000 Fahrzeugen. Hinzu kamen 341 000 Hybrid-Pkw – bei einem Gesamtbestand von 57,3 Millionen Kraftfahrzeugen.

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„Angesichts der noch geringen Anzahl an E-Autos wird der heutige Bedarf damit bei weitem gedeckt“, stellte BDEW-Hauptgeschäftsführer Stefan Kapferer zum bestehenden Ladenetz fest. Um das Klimaziel für 2030 im Verkehrssektor zu erreiche, müssten allerdings sieben bis zehn Millionen E-Autos auf die Straße gebracht werden.

Bundesjustizministerin Katarina Barley (SPD) hat angekündigt, Eigentümern und Mietern die Errichtung von Ladestationen per Gesetz zu erleichtern. Bundesverkehrsminister Andreas Scheuer (CSU) hatte für ein entsprechendes Förderprogramm für den Haushalt 2020 eine Milliarde Euro zusätzlich gefordert. (les/dpa)

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