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Mehr Sicherheit im Urlaub: Diese App warnt vor Katastrophen

Naturkatastrophen, Terror, Streiks – so warnt diese App Touristen

Global Monitoring: So warnt diese App Touristen vor Naturkastatrophen, Terror und Streik. Redakteurin Johanna Rüdiger hat Marcel Brandt, General Manager des Unternehmens A3M, das die „Global Monitoring“-App entwickelt hat, auf der ITB getroffen.

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Immer mehr Urlauber fürchten Naturkatastrophen oder Steiks im Urlaub. Eine App soll nun vor den Gefahren warnen. Wir stellen sie vor.

Berlin. Als vor wenigen Tagen ein Erdbeben die Türkei erschütterte, traf das auch viele Touristen unerwartet.

Berlin.  Zwar wurden nur drei Personen verletzt, doch solche Beben sind keineswegs eine Seltenheit, da die Ägäis sehr erdbebenanfällig ist. Gut also, wenn man als Tourist rechtzeitig gewarnt wird.

Doch wer möchte schon im Urlaub zahlreiche Webseiten checken, nur um immer den Überblick zu behalten? Jetzt gibt es eine neue App, die da Abhilfe schaffen will: Die „Global Monitoring“-App scannt mehr als 500 Quellen, und teilt Urlauber vor und während der Reise mit, ob irgendwo Gefahren lauern.

Naturkatatstrophen: Per Push-Nachricht werden Touristen gewarnt

„Wir möchten so die Welt ein wenig sicherer machen“ sagt Marcel Brandt, General Manager des Unternehmens A3M, das die „Global Monitoring“-App entwickelt hat. Im Video-Interview mit unserer Redaktion (siehe oben). „Wir untersuchen negative Ereignisse in 40 Kategorien, ob Erdbeben, Überflutungen, Terror oder Streik, alles, was eine Reise negativ beeinflussen könnte, ist dabei“. Entwickelt wurde das System in Zusammenarbeit mit den großen deutschen Reiseveranstaltern, die auch ihre Daten dort einspeisen.

Auch Terror, Streiks und Epidemien werden registriert

Per Push-Nachricht wird der Tourist sofort und automatisch auf dem Handy gewarnt, er muss also am Strand nicht einmal die App selbst öffnen oder recherchieren, um zu wissen, ob sein Urlaubsort gerade von einem Masern-Ausbruch bedroht wird oder ein Amoklauf am Flughafen stattfindet. Allem Terror zum Trotz sei die Welt in den letzten Jahrzehnten zwar nicht unbedingt unsicherer geworden, sagt Marcel Brandt. „Aber Naturphänomene wie Hurricans nehmen zu“, erklärt er.

Um so wichtiger also, dass Touristen innerhalb von Sekunden gewarnt werden. Ein Service allerdings, für den der Urlauber zahlen muss: Ein Drei-Tage-Abo kostet einen Euro, ein Jahresabo 20 Euro. Der erste Monat ist kostenfrei.

Wer kein Geld ausgeben möchte, findet zumindest deutschlandweit kostenfreie Alternativen wie etwa „NINA“- die App des Bundesamts für Bevölkerungsschutz und Katastrophenhilfe. Die App nutzt neben anderen Informationsquellen die Daten des Deutschen Wetterdienstes, allerdings eben nur für deutsche Reiseziele. So verhalte ich mich bei einem Erdbeben richtig

Auch die App „Sicher Reisen“ des Auswärtigen Amtes ist kostenfrei, dort kann man zum Beispiel Reisewarnungen einsehen. Es gibt allerdings keinen speziellen Warnservice per Push-Nachricht zu Katastrophen und Streiks.

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